Freitag, 04.10.2019

Heute am Morgen zum Grow-Shop mit meinem nicht mehr aufladbaren Vaporisator; sie wollen ihn einschicken … das dauert sicher. Für die Dauer haben sie mir ein Leihgerät gegeben, aber als ich die Bedienungsanleitung las, stellte ich fest, dass ein Teil fehlt, also Samstag wieder hin!

Nach Mittagessen und Siesta dann zur Apotheke, Rezepte abgeben, und anschließend zur Podologin. Zum Glück war ich früh dran, denn die U-Bahnen hatten irgendwelche Probleme, aber bis zu meiner Rückfahrt war dann wieder alles in Ordnung. Trotzdem war es, bis ich nach Hause kam, fast 19 Uhr.

Ich ging dann gleich mal zu Takko, ihn ein bisschen „bespaßen“, bis er dann übermütig wurde und mich zu beißen versuchte; nicht fest, aber das mag ich nicht, also ging ich wieder.

Aber in meinem Briefkasten war eines der bestellten Bücher von Edna St. Vincent Millay, die ich so sehnsüchtig erwartete, heute also die Sonette. Aber ich muss sagen, dass ich sie oftmals anders übersetzt hätte als dieser Herr Plessow. Vielleicht mache ich mir mal die Mühe, sie nach meinem Gusto zu übersetzen.

Montag, 22.07.2019

Ausspruch D.T. vom Wahlkampf 2016: „Wir wissen nicht, was wir tun.“ Dem ist – eigentlich – nichts hinzuzufügen 😉.

Ich habe mich am Morgen auf www.skylineatlas.de über die Frankfurter Hochhaus-Bauten und -Bauvorhaben kundig gemacht, und auch den erwähnten Bau gefunden: one-forty-West. Und dann habe ich beim Energiereferat angerufen. Sie wussten davon noch nichts, bedankten sich für meinen Hinweis, und sie werden sich kundig machen, und mich auch davon unterrichten. Das wird natürlich nicht bis morgen oder übermorgen erledigt sein, aber sie werden sich kümmern. Das war meine gute Tat des Tages.

Da ich am kommenden Freitag wieder mal zur Podologin im Nordwestzentrum muss, schrieb ich meine Mitschülerin Samira an, die dort im Bürgerzentrum arbeitet. Sie wollte sich von mir das Buch „Leben in Tausendundeiner Nacht“ von Marianne Alireza leihen. Und so treffen wir uns nun vor meinem Termin in einem Eiscafé dort. Ich freue mich, sie wiederzusehen.

Am späten Nachmittag waren dann wieder meine Spanisch-Freund*Innen bei mir, ich servierte ihnen u. a. die Tamarinden, die ich am Morgen von getnow bekommen hatte, und die sie Alle noch nicht kannten. Meine Geschichte der Tamarinden erzähle ich Euch bei Gelegenheit.

Rückschritt?

Mein Freund Mohammed empfahl mir einen saudi-arabischen Film – „Das Mädchen Wadjda“ – und ich schaute ihn mir dieser Tage an. Ich fand ihn sehr interessant. Er handelt von einem Mädchen, das sich unbedingt ein Fahrrad wünscht. Aber das ist für Frauen in Saudi-Arabien verboten, denn die Sittenrichter … oder wer auch immer – befinden, dass Fahrradfahren schädlich ist für Frauen, denn es würde sie beim Kinderkriegen beeinträchtigen, und mehr solcher Dinge erzählen sie. Ich will hier nicht zu viel davon erzählen, denn vielleicht wollt Ihr den Film ja selbst anschauen auf der Mediathek des ARD; der Film lief auf NDR.

Das erinnerte mich an ein Buch, das ich vor vielen, vielen Jahren zum ersten Mal gelesen habe und immer noch besitze, „Leben in tausendundeiner Nacht“ von Marianne Alireza, einer Amerikanerin, die in den 40er oder 50er Jahren einen arabischen Mann des Hauses Saud heiratete, der in Amerika studierte, und dann mit ihm nach Saudi-Arabien ging. Und abgesehen davon, dass der sich drei oder vier Söhne später von ihr scheiden ließ, erzählt sie sehr liebevoll von seiner Familie, ihrer Schwiegermutter, ihren Schwägerinnen. Die Lebensumstände in Saudi-Arabien waren wohl in dieser Zeit eher mittelalterlich zu nennen, aber die Familie versuchte alles, um ihr das ungewohnte Leben so leicht wie möglich zu machen. Sie hatte auch nie Probleme mit ihrer Religion bzw. mit der ihrer neuen Familie, die z. B. gerne mit ihr die christlichen Feste feierten.

Irgendwie hatte ich beim Anschauen des Filmes den Eindruck, dass sich die Zeit in Saudi-Arabien eher rückwärts entwickelt hat, wenn ich sowohl dem Buch als auch dem Film glaube.