Donnerstag, 28. Mai 2020

Heute hat alles geklappt mit der U-Bahn und der Podologin. Nur bei der Ankunft wieder an meinem „Heimat-Bahnhof“ passierte folgendes:

Ich war ja mit dem Rollator unterwegs, und deshalb fuhr ich Aufzug. Bei meiner Ankunft stieg ich in den Aufzug, ein Mann folgte mir – ohne Maske. Ich machte ihn darauf aufmerksam, er beschimpfte mich und alle, die das Tragen einer Maske für nötig erachten. Seine Frage, ob ich denn jedes Mal beim Sex ein Kondom benutzen würde, „überhörte“ ich. Endlich kamen wir am Straßenniveau an, wo er mich mit der Beschimpfung „Nazi-Oma“ verließ.

Da fehlen einem doch schlichtweg die Worte. Und unlogisch sind seine Bemerkungen auch. Denn: Bräuchte eine „Nazi-Oma“ noch Kondome? 😉

Alles weitere von diesem Tag kann bis morgen warten.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Heute also zum Friseur, endlich! Vorher zum Bankautomaten. Heftpflaster mitgenommen, damit klebte ich mir die Schutzmaske während der Haarbehandlung am Gesicht fest 😉. Not macht erfinderisch. Wir waren beide der Meinung, dass man besser mit einer Öffnung des Lock-down noch warten solle. Aber auf uns hört ja wieder mal keiner.

Von Ninja bekam ich die Nachricht, dass meine Küchenmaschine an UPS übergeben wurde. Das ging sehr schnell. Und von UPS bekam ich die Nachricht, das das Paket voraussichtlich morgen zugestellt wird; wann genau, das kann zwar Hermes sagen, aber UPS nicht 😊, die sagen nur „bis Arbeitsschluss“.

Montag, 4. Mai 2020

Wenn ich die Berichte über das Gejammere der Auto-Hersteller, vor allem VW, lese, überkommt mich das große Kotzen. Sie wollen allen Ernstes weiterhin Boni und Dividenden auszahlen … und dann soll der Staat, sprich: der kleine Mann, ihnen auch noch Fördermittel zugestehen. Pfui! Pfui! Pfui! Ich stehe da voll hinter unserem Finanzminister, der sich weigert, da mitzumachen. Ich hoffe nur, dass das Angela genauso sieht. Denn bisher hat man der Auto-Industrie ja eher Zucker in den … – ihr wisst schon.

Herr Laschet war mir noch nie sympatisch, aber im Augenblick steigert sich dieses Empfinden nur noch weiter. Er ist ein sehr eifriger Steigbügelhalter der Wirtschaft.

Ich bin aber froh, dass meine Friseurin ihren Laden diese Woche wieder öffnet; übermorgen habe ich einen Termin bei ihr.

Am Nachmittag wieder Spanisch via Skype. Auch da sind wir unterschiedlicher Meinung wegen einer evtl. Öffnung der Corona-Beschränkungen. Hartmut möchte, dass Restaurants und Kneipen öffnen können – unter Auflagen; ich sehe das eher kritisch, denn es gibt viele kleine Lokale, die gar nicht in der Lage wären, mehr Platz zwischen ihren Besuchern zu lassen. Und: Wie ist das mit dem Maskentragen beim Essen und Trinken? 😉 Im Sommer wird das sicher einfacher zumindest für Lokale mit Plätzen im Freien. Aber eine gerechte Lösung wird man wohl nicht finden können.

Vielleicht gehe ich nun doch mal selbst zum Einkaufen. Nicht, dass mir der Sinn nach Shoppen stehen würde, aber es ist auch manchmal schwierig, der Nachbarin genau zu erklären, was ich haben möchte.

Wochenende, 02./03.05.2020

Dieser Tage machte ich mal wieder bei einer Online-Befragung mit, und ich ließ den englischen Text ins Deutsche übersetzen. Es hieß dann:

„Wird das Kaufverhalten auch durch den Beruf, den Mann ausübt, muss.“ und

„Wie viele Personen? Berlicheigen Sie dabei bitte auch Babys, …“

Ich glaube, das englische Original wäre für mich verständlicher gewesen 😉.

Das TK-Suppengemüse, das Judith für mich bei Lidl kaufte (da kaufe ich persönlich nie ein, aber ich wollte ihr keine unnötigen Vorschriften machen, da ich ja froh bin, dass sie für mich einkauft), war schlichtweg Sch…! Inhalt hauptsächlich Möhren, Erbsen, Mais (der da gar nicht rein gehört!). Wenn ich das bei Rewe kaufe, ist da „richtiges“ Gemüse drin, auch z. B. Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi.

Kühl war es geworden, und ich drehte am Samstagnachmittag wieder den Heizkörper im Arbeitszimmer an.

Meine Perle wird am kommenden Dienstag wieder zu mir kommen, es wird Zeit. Und mit entsprechender Vorsicht und Distanz möchte ich das nun riskieren, und sie hat ja mal Hebamme gelernt, kennt sich also mit Hygienemaßnahmen aus.

Am 03.05.1963 heiratete ich zum ersten Mal; dieser Tag kommt mir immer zum „Jubiläum“ wieder in den Sinn; die nächsten beide Male gehen ganz unbedacht an mir vorüber, dabei waren die doch lange nicht so schrecklich wie die erste Ehe, seltsam!

Manches verstehe ich nicht in dieser Corona-Zeit. Ist es noch normal, dass manche Wirtschaftsverbände auf Lockerung der Maßnahmen drängen, denn manchen Verbänden sind wohl die Menschen egal, Hauptsache bleibt für sie der Reibach, so verstehe ich ganz und gar nicht, dass so viele „normale“ Menschen nun für eine Lockerung dieser Maßnahmen demonstrieren, da sie doch alle selbst von den Folgen unbedachtsamen Handelns betroffen wären. Ich hätte auch z. B. lieber meinen Geburtstag gefeiert wie geplant statt alleine zuhause zu sitzen; aber letztendlich ist mir Isolation und Gesundheit lieber als eine evtl. Erkrankung. Und absolut nicht wichtig finde ich, ob nun die Fußball-Bundesliga wieder spielt oder nicht! Haben die keine anderen Sorgen? Und mit welchem Recht werden Fußballer getestet, „normale“ Menschen aber nicht? Wobei ein negativer Test ja nichts darüber aussagt, dass man sich nicht in den darauffolgenden Tagen doch anstecken kann – und wer zahlt das?

Donnerstag, 16. April 2020

Gestern verständigten sich die Landeschefs auf eine sehr vorsichtige Lockerung der Corona-Auflagen; ich finde das richtig so, auch wenn mir z. B. Umärmelungen meiner Freunde fehlen.

Natürlich sehen das die Chefs der großen Einkaufstempel anders, das ist klar. Aber: Gibt es Meldungen darüber, dass die Millionen-Einheimser irgendeiner Branche auch nur auf einen Teil ihres Einkommens verzichten, um es ihren armen Geldbeschaffern zu geben, damit die nicht von ihrem sowieso mageren Einkommen auch noch auf Kurzarbeitergeld abrutschen? Ich nicht! Aber deren Infizierung würden sie sicher gerne in Kauf nehmen, denn Billig-Arbeitskräfte wachsen ja nach.

Und da wir heute wieder eine Spanisch-Skype-Stunde hatten, habe ich diesen Beitrag auch übersetzt und am Abend meiner spanischen Freundin gemailt. Ich bin sowieso immer mal am Überlegen, ob ich nicht wieder all meine Ergüsse ins Spanische übersetzen sollte. Schaun wir mal, oder – vamos a ver – wie die Spanier sagen.

Montag, 10. Februar 2020

Frau AKK hat sich meine Worte zu Herzen genommen – und tritt zurück als Parteivorsitzende und evtl. Kanzlerkandidatin. Ich hoffe nur, dass nicht Herr Merz nun an ihre Stelle tritt. Wir werden sehen, und ändern könnten wir das sowieso nicht.

Der Sturm ist hier in F wohl einigermaßen glimpflich verlaufen; selbst der Kranausleger, der auf das Dach des Kaiserdomes gestürzt ist, hat keine tragenden Teile erwischt. Am Morgen windete es immer noch, aber nicht mehr so schlimm wie in der Nacht. Ich habe da gar nichts von mitbekommen. Ich bin gegen 2 Uhr zu Bett und habe, wie meist, sehr gut geschlafen. Judith erzählte von Regen, der gegen die Fenster platschte, von irgendeinem Klappern durch den Sturm, aber das alles ging an mir vorüber. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich; jedenfalls meistens.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Was da in Thüringen bei der Wahl des Ministerpräsidenten passiert ist, spottet jeder Beschreibung. Die FDP sollte sich in Grund und Boden schämen! Und die CDU gleich mit! Von dieser rechtsextremistischen Partei, deren Namen ich nur ungern schreiben würde, konnte man ja nichts anderes erwarten. Aber dass sich eine angeblich liberale und eine angeblich christliche Partei vor deren Karren spannen lassen, das schlägt jedem Fass den Boden aus. Ich bin einfach nur entsetzt.

Aber wenn man dann auch noch über die Machenschaften der Veranstalter des Semperopernballes liest, dann fällt einem wirklich nichts mehr ein.

Doch, mir fällt dazu noch etwas ein, und die, die hier nicht gemeint sind, mögen mir verzeihen: OSSIS!!! – und solche, die es irgendwann geworden sind, denn dieser FDP-Mann ist ja ein Wessi, der nach der „Wende“ nach Erfurt ging, dort u. a. eine Frisörkette gründete, sich eine goldene Nase verdiente, und dann meinte, er könne in der Politik auch noch was werden. Er kann, wie man sieht, denn die Dummen sterben nie aus.

Wochenende, 21./22.12.2019

Nachdem ich in der Nacht zum Samstag erst nach 4 Uhr zu Bett gegangen war, bin ich natürlich auch erst kurz vor 9 Uhr aus dem Bett gekrochen. Nicht schlimm, denn es gab zu Mittag vorbereiteten Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen.

Ich rief meine Freundin Helga in Kiel an, um ihr zu ihrem Geburtstag zu gratulieren, aber sie war nicht zuhause; also hinterließ ich eine Nachricht auf dem AB. Und am Abend rief sie zurück. Sie war mit ihren Enkeln in der Stadt zum Essen gewesen. Wir unterhielten uns eine halbe Stunde lang über unsere Pläne für die Feiertage, und über ein Musikstück, dass ich für ihr Quintett arrangiert hatte, und über dies und das 😉.

Mr. D.T. hatte wieder erhebliche geistige Blähungen, und sein Botschafter hier in Deutschland steht ihm in nichts nach. Er möchte, dass die EU mehr Fracking-Gas aus den USA verwendet, und dafür die Nordsee-Pipeline nicht vollendet (sondern er legt eine über den Atlantik???). Also, ich bin ja auch nicht dafür, dass Deutschland und die EU sich so abhängig machen von den Russen, aber … zum einen ist die Förderung von Fracking-Gas nicht gerade umweltfreundlich, und zum anderen sind das Dinge, die nur die Deutschen und die Europäer angehen, und in keinem Fall die Herren D.T. und Grenell! Wir wollen ja auch nicht bestimmen, welche Unterhosen Mr. D.T. oder Mr. Grenell wann tragen! 😉 Oder wie es eine Kommentatorin auf tagesschau.de sagt: „Herr Grenell soll sich lieber um die Rechte von Schwulen und Lesben in dieser Welt kümmern. …“ Ich glaube, es gab noch nie einen US-Botschafter in Deutschland, der so unbeliebt war wie Mr. Grenell.

Freitag, 13.12.2019

Welch ein Glückstag! Ich war gestern zum Einkaufen und muss heute bei diesem Sch***wetter nicht raus 😉.

Das ist aber auch das einzige Glück dieses Tages. In Großbritannien hat Herr Johnson, der Schaumschläger, die Wahlen gewonnen; zum Glück bekommt er in Schottland keinen Fuß mehr auf den Boden, und in Nordirland sieht es auch trübe für ihn aus.

Klima-Neutralität der EU bis 2050??? Alle sind dafür … nur die Polen nicht, denen muss man mal wieder Zucker in den … Ich finde das zum Ko***!

Ebenso wie den Plan der EU, enger mit Saudi-Arabien zusammenzuarbeiten. Ich lerne ja Arabisch, aber aus ethymologischem Interesse, und um vielleicht einmal arabische Literatur lesen zu können, aber ich würde nie, nie, nie z. B. nach Saudi-Arabien fahren, da Menschenrechte dort größtenteils nicht stattfinden.

Eine Mitschülerin brachte mir diese Woche eine CD mit Texten zu Arabisch-Lektionen mit, die ich mir heute heruntergeladen und mehrfach angehört habe; ich glaube, das ist wichtig für das Verständnis der Sprache, da ich ja niemanden in meinem Umfeld habe, der diese Sprache spricht, so wie das bei einigen anderen meiner MitschülerInnen ist.

Mein neues Portemonnaie ist gegen Abend angekommen, und ich habe gleich umgeräumt. Im Prinzip ist es so wie mein altes, nur die Kartenfächer sind etwas anders angeordnet. Also alles in Ordnung.

Donnerstag, 31.10.2019

Die Demokraten wollen nun wohl das Impeachement gegen D.T. offiziell einleiten. Eigentlich bin ich da natürlich ein Befürworter, denn D.T. vom Thron zu stoßen, das wäre nicht mehr als recht und billig. Nur haben die Demokraten wohl vergessen, dass sie nur im Repräsentantenhaus eine Mehrheit besitzen, aber nicht im Kongress. Und wenn dort dann die Abstimmung zu Gunsten von D.T. verläuft, was vorherzusehen ist, dann wird das Wasser auf D.T.‘s Mühlen sein, und er wird sagen: „Seht her! Ich bin unschuldig!“ Und daraus Vorteile für seinen Wahlkampf ziehen.

Am Vormittag war ich bei meiner Hausärztin zum Blutabnehmen und zu einem Plausch. Ich erzählte, dass sich der frühere Arabisch-Lehrer, Riad, der ja eigentlich bei mir ein Hauskonzert geben wollte, seit seiner Erkrankung nicht mehr gemeldet hat. Und als ich nach Hause kam, hatte er angerufen. Und am Nachmittag telefonierten wir lange miteinander. Und nach wie vor steht er zu seinem Wort, und wenn er wieder richtig fit ist, wird er auch das Konzert nachholen.

Nachdem ich am Morgen schon erkundet hatte, dass Allah dem Mohammed die 96. Sure als erste „vermittelt“ hat, und dann in der Nacht danach im Traum die 74, fragte ich mich dann, wer die Suren dann von lang nach kurz sortiert hat, so wie sie heute im Qu’ran erscheinen. W. äußerte schon die Vermutung, dass der islamische Gott ein Erbsenzähler sei 😉, aber mitnichten. Unter dem 3. Kalifen Osman beschloss die Geistlichkeit (so wie heutzutage eine Synode), dass dieses Buch einfacher zu lesen sei, wenn die Suren von lang nach kurz geordnet wären. Ich empfinde es als unlogisch, aber anscheinend waren da eben Erbsenzähler am Werk.