Wochenende, 08./09.06.2019

Die Fotos hier machte ich am Freitagmorgen kurz nach 11 Uhr.

Samstagmorgen erzählte mir meine Nachbarin, dass die Nebenkostenabrechnung eingetroffen sei, sie noch ein bisschen was zurückgezahlt bekäme, aber nicht mehr viel. Ich brachte meine Abrechnung dann nach dem kleinen Einkauf mit, und siehe da – *freu**freu**freu* – ich bekomme knapp 380 Euro zurück! Darauf kann ich doch eine Flasche Cava öffnen, oder?

Ich war vor allem beim Bäcker, bestellte Sachen abholen, und holte mir im Geflügelgeschäft ein paar Eier; das war’s. Auf dem Weg traf ich eine Nachbarin, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, und wir quatschten eine Weile, auch über die Umwelt-Sch…, über die ich gestern geschrieben habe.

Zu Mittag nochmal Kabeljaufilet und Speck-Kartoffelsalat, am Nachmittag Apfel-Streuselkuchen.

Gegen Abend mit den Arabisch-Hausaufgaben angefangen; am Sonntagvormittag fortgesetzt.

Eine neue EU-Verordnung legt fest, dass die Einfuhr von Rohstoffen aus Konfliktregionen stärker überwacht werden soll; eigentlich eine gute Sache. Wenn nicht die Durchführung der Verordnung in die Hände der einzelnen Länder gegeben würde. Also hat das hierzulande wirtschaftsfreundliche Bundeswirtschaftsministerium entschieden, dass Verstöße gegen diese Verordnung mit (nur) bis zu 50.000 Euro geahndet werden „können“ – nicht „müssen“. Zudem betrifft diese Verordnung nur Unternehmen, die z. B. mehr als 100 kg Gold importieren, was einem Wert von ca. 3,8 Mio Euro entspricht; kleinere Mengen würden gar nicht überprüft. Und da dies eine Kann-Entscheidung des BMWi ist, brauchen sich die großen Bosse wohl nicht zu fürchten, solange da die CDU das Sagen hat.

Ich habe am Sonntagmorgen auf mein Tablet neue Apps heruntergeladen: die Bahn-App und die von booking.com. Die sagten mir, dass mein „ungefährer Standort“ Kronberg im Taunus sei, also viele Kilometer von mir entfernt. Solange die nicht genauer orten können, brauchen wir uns wegen Überwachung nicht zu sorgen. Sollen die ruhig mal in Kronberg nach mir suchen 😊.

Europa und die Wahl

Ich gehe zu dieser Wahl, so wie ich nach Möglichkeit zu allen Wahlen gehe. Und ich mache keine Briefwahl, ich gehe persönlich hin. Einmal ist mein Wahllokal nicht weit von meiner Wohnung entfernt, so das ich es auch als nicht mehr so ganz fitte ältere Frau gut erreichen kann, zum anderen habe ich früher selbst schon als Wahlhelfer bzw. Wahl-Schriftführerin gearbeitet und weiß, wie öde es ist, wenn man da sitzt und kaum einer kommt. Aber dies nur am Rande.

Ich weiß noch, wie es war ohne die EU!

Als ich ein Kind war, mussten meine Eltern und meine Großmutter noch ein Visum bei der dortigen französischen Besatzung beantragen, wenn sie zu Verwandten ins Saarland fahren wollten. Dann „kungelte“ Adenauer mit de Gaulle in meiner damaligen Kreisstadt und eine erste deutsch-französische Annäherung fand statt, während meine Erzeugerin und deren Mutter immer noch die Franzosen als „Erbfeind“ ansahen. Und zwischen dieser meiner Kreisstadt Bad Kreuznach und der französischen Stadt Bourg-en-Bresse wurde die erste Städtepartnerschaft gegründet.

Ich besuchte das Gymnasium, lernte Französisch, hatte auch eine französische Brieffreundin, Yolande, von der Schule bzw. der Französisch-Lehrerin vermittelt, in Revin, einem kleinen Ort in den Ardennen. Sie besuchte uns einmal während der Schulferien, ich durfte natürlich nicht in Feindesland fahren. Gut erinnere ich mich daran, dass wir einen Ausflug nach Rüdesheim und Bingen machten und sie sich weigerte, zum Niederwald-Denkmal zu fahren. Für mich war das nur ein toller Aussichtspunkt; ich wusste damals noch nicht, dass diese „Germania“ zur Feier eines Sieges über die Franzosen 1871 errichtet worden war, sie ja.

Langsam ging es nur voran, noch lange brauchte man unterschiedliches Geld, wenn man ins Ausland reiste, noch lange gab es Zollkontrollen, auch wenn sie nach und nach etwas weniger streng gehandhabt wurden, und man als Urlaubsreisender meist durchgewunken wurde.

Mein zweiter Mann und ich, wir fuhren oft nach Frankreich in Urlaub, es gefiel uns dort. Einmal 1975, nach dem leider allzu frühen Tod meines Vaters, nahmen wir meine Erzeugerin mit nach Südfrankreich in den Urlaub – einmal und nie wieder. Ich werde nie vergessen, wie sie während des Besuchs eines Cafés in Beaune in Burgund, wo wir immer gerne Station machten, sagte: „Komisch, wenn die Leute nicht anders reden würden als bei uns, dann würde man gar keinen Unterschied merken.“ Worauf ich antwortete: „Was hattest Du denn gedacht? Dass die Leute blau-gelb kariert wären?“ Natürlich war sie über meine Antwort beleidigt, aber das war sie die ganze Zeit über, hatten mein Mann und ich sie doch ins Land des Erbfeindes verschleppt 😊.

Und dann irgendwann ab 1990 gab es gar keine Zollkontrollen mehr, und ich weiß noch, dass ich es fast gar nicht glauben wollte, als wir das erste Mal einfach von einem Land in ein anderes fahren konnten, ohne an der Grenze zweimal kontrolliert zu werden. Es war für mich ein erhebendes Glücksgefühl, dass es so weit gekommen war!

Und dann kam der Euro – alles wurde teurer ☹. Aber man musste auch kein Geld mehr tauschen, weder für Frankreich, noch für Spanien.

Nur die Großbriten machten bei allem nicht so recht mit, und dafür bekamen sie auch noch Zucker … Aber damit ist ja jetzt Schluss – leider.

Also, ICH möchte die EU nicht missen!!! Natürlich ist sie nicht perfekt, aber das sind auch ihre Bewohner nicht, denn sie sind ja Menschen – und keine Götter 😊! Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, wie wir wissen.

Natürlich würde ICH einiges anders machen: Zuerst einmal würde ich das „Einigkeitsprinzip“ abschaffen und das „Mehrheitsprinzip“ einführen, so wie es auch in den einzelnen Ländern gang und gäbe ist. Ich würde Ländern wie Polen, Ungarn, den sogenannten Visegrad-Staaten also, den Geldhahn zudrehen; denn man kann nicht für sich nur die Vorteile abschöpfen, aber einem selbst unangenehme Dinge einfach ignorieren; jede Gemeinschaft kann nur bei gegenseitigem Geben und Nehmen funktionieren. Und ich würde auch die Beitrittsgespräche und die damit verbundenen Zahlungen an die Erdogan-Türkei auf Eis legen. Vielleicht kommen ja einmal andere Zeiten.

Mittwoch, 16.01.2019

Und nun, U.K.?, wobei man ja von „vereinigt“ nicht reden kann, noch weniger als von den anderen „Vereinigten“. May sollte ein neues Referendum abhalten, was ja schon lange gefordert wird, … und dann in der EU bleiben. Das käme für alle billiger und besser. Aber – auf mich hört ja niemand.

Am Vormittag mit dem Carsharing-Auto zu meiner Hausärztin, einen Plausch halten, sie auf dem laufenden halten, was so bei mir los ist.

Ich habe am Morgen die Teilnahme am Skat-Abend abgesagt, denn ich bin in dieser Woche soviel unterwegs, dass ich lieber die Zeit zuhause genießen wollte. Da zwei weitere Damen abgesagt hatten, war es fraglich, ob überhaupt eine Runde zusammenkommen konnte, also gab ich vorsichtshalber in der Kneipe Bescheid und hörte, dass schon ein Mitspieler abgesagt hatte.

Am Nachmittag zum Einkauf zu Rewe, und ich habe mir bei Ernsting eine Mütze gekauft, obwohl ich weiß, dass mir Mützen (im Gegensatz zu Hüten) gar nicht zu Gesicht stehen. Aber in Anbetracht der für den 05.02. anstehenden OP am Kopf und die notwendige Rasur im OP-Bereich, sollte mir das Aussehen dann egal sein. Und eine Freundin sagte schon: „Mützen stehen fast niemandem.“ Ich werde die Mütze dann mit Fassung tragen ?.

Umweltschutz – Luftverschmutzung

Also – eigentlich ist bei uns die Luft doch recht in Ordnung, wenn man sie z. B. mit der in Peking oder Delhi vergleicht; wobei ich die in Peking nur aus Filmberichten, die in Delhi jedoch aus eigener Erfahrung kenne. Dort ist es so, dass man das doch etliche Kilometer entfernte, berühmte Tadj Mahal am Morgen fast nicht sieht, so „neblig“ ist es. Luft zum Schneiden. Aber gut, da müssen wir uns kein Beispiel daran nehmen. Aber die dortige Luftverschmutzung rührt nicht von Kraftfahrzeugen her, sondern in erster Linie wird sie wohl verursacht von den vielen tausend kleinen, mit Benzin betriebenen Öfchen, die die meisten Menschen dort benutzen müssen, um sich überhaupt nur irgendetwas Warmes zum Trinken und Essen zuzubereiten, denn wer kann sich schon eine moderne Wohnung leisten? Die „Wohnungen“ in der Altstadt sehen zum Fürchten aus:

Delhi-Altstadt_10


Gut bzw. schlecht, aber es stinkt doch zum Himmel, wenn die deutschen Politiker bei der EU weniger strenge Umweltauflagen für Neuwagen durchsetzen wollten, um „die deutsche Autoindustrie zu schützen“. Und das Kanzleramt hat es geschafft, über den Kopf der Bundesumweltministerin hinweg, die sich – eigentlich – den viel härteren Forderungen z. B. der Skandinavier schon angeschlossen hatte. Ist Frau Merkel eigentlich noch Kanzlerin der deutschen Bürger? Oder ist sie nur die Kanzlerin der deutschen Industrie? 

Und was soll das eigentlich mit der Propagierung von Elektro-Autos?! Auch Strom muss hergestellt werden, und die Herstellung von Strom erfordert ein Vielfaches an Energie, und wird hierzulande meist noch aus fossilen Materialien hergestellt, dank der Industrie, allen voran RWE. Und solange das so ist, können E-Autos nicht der Schlüssel zum Glück sein. Ich – und meine Freunde, wir fänden die Wasserstoff-Lösung viel umweltfreundlicher. Aber dann könnten RWE und Genossen ja keinen Strom verkaufen!

Das ist so, wie es die Aussage einer Bekannten gut veranschaulicht, die Kreuzfahrten für sich entdeckt hat, und der ich erzählte, was für Dreckschleudern die meisten Kreuzfahrtschiffe sind: „Aber unser Schiff ist in Landnähe immer mit Strom gefahren; die Dieselmotoren wurden nur auf offener See benutzt.“ Als wenn die „offene See“ sich nicht auch auf unserem Planeten befinden würde. Bei soviel Dummheit war ich sprachlos.

Man soll es doch nicht glauben!

Jetzt will dieser rechtspopulistische A***rmleuchter, Steve Bannon, nachdem er sogar bei D.T. rausgeflogen ist, und bei „Breitbart“ wohl auch nicht so richtig durchstarten konnte, die EU aufmischen, die Rechten der EU sozusagen vereinigen und eine „Supergruppe“ im europäischen Parlament erreichen, um den parlamentarischen Prozess ernsthaft und nachhaltig zu stören und ihm einen großen Einfluss auf die populistische Bewegung zu geben.

Warum untersagt man einem solchen Mistkerl nicht die Einreise in die EU?

Solche Leute wie Steve Bannon finde ich schlichtweg zum Ko***! Soll er doch in den USA bleiben! Was hat er in der EU zu tun? Unfrieden säen?

Ab dem 01.08.2018 blogge ich nur noch unter http://www.70plus-na-und.de/Joomla/index.php/blog

Handelsstreit D.T. vs. EU

Ich sehe das ganz einfach (und dieser Beitrag steht schon seit einiger Zeit in meiner To-Do-Liste, und nicht erst seit gestern, als ein TV-Kommentator das genauso sagte):

Soll doch D.T. z. B. die US-amerikanische Auto-Industrie dazu bewegen, bessere Autos herzustellen als die deutsche Auto-Industrie (obwohl die ja auch immer wieder Mängel zeigt, wie alle wissen), dann würden auch die Reichen und Schönen seines Landes, und nicht nur die, sicher lieber US-amerikanische Autos kaufen als deutsche (oder japanische). Das wäre besser, als mit Strafzöllen zu drohen.

Es würde mich brennend interessieren, ob D.T. nicht selbst auch das ein oder andere deutsche Kfz-Modell in seinen Garagen stehen hat. 😉

Das gleiche gilt natürlich ebenso für alle anderen Waren.

Oder denke ich da zu einfach?

Türkei-Wahlen in Deutschland?

Es war dieses Thema, das zu einer Diskussion bei unserem Stammtisch führte.

Eine der Teilnehmerinnen, die schon im Ausland gearbeitet hatte, war der Meinung, alle sollten doch ausschließlich in dem Land wählen, in dem sie arbeiten und so auch Steuern bezahlen würden. Aber diese Idee fand nicht so recht die Zustimmung von uns anderen. Obwohl, bei näherer Betrachtung macht dieser Vorschlag Sinn, denn wenn man irgendwo zahlt, dann will man auch mitentscheiden, was mit seinem Geld passiert.

Aber: Ein Wahlrecht nur für Arbeitnehmer? Wo wählen dann die Rentner/-innen? Und außerdem: Eine Wahlberechtigung für Arbeitnehmer könnte gut vom Firmeneigner missbraucht werden, nach dem Motto: Entweder Du wählst die Partei XXX – oder du bist deinen Job los. Herr Berlusconi oder Herr Erdogan (und sicher auch noch andere) hätten mit so etwas sicher keine Probleme.

Ich glaube sogar, dass so etwas schon einmal in unserem Lande passiert ist, und dass der Firmeneigner das sogar selbst erzählt hat. Ich weiß nicht mehr genau, wie das war, ob der Chef Mitglied einer Partei war/ist, jedenfalls hatte er sich entschieden, dass die Partei YYY für sein Unternehmen die beste sei, machte das bei seinen Angestellten publik – und alle wählten, natürlich vollkommen freiwillig, die vorgeschlagene Partei.

So etwas könnte man natürlich auch missbrauchen.

Ich selbst würde folgendes vorschlagen: Ausländische Wahlen in Deutschland nur für EU-Länder und -Bürger.

Das würde vielleicht noch den Zweck erfüllen, dass Herrn Erdogans Türkei sich wieder den Gepflogenheiten und Rechten der EU annähert, um vielleicht doch eines Tages in dieselbe aufgenommen zu werden, so dass seine Landsleute in EUropa ihn dann wieder wählen könnten. ?

Und was dann hinterher passiert, das ist jetzt schon abzusehen, wir erleben es ja auch bei Polen, Ungarn, und ähnlichen Ländern.

Aber bis dahin wäre viel Wasser durch den Bosporus geflossen.