Wochenende, 10./11.10.2020

Am Samstagmorgen klingelte es, und ein Paketbote wollte ins Haus. Da ich ein Päckchen mit FFP2-Masken erwartete, öffnete ich, aber keiner kam. Also ging ich nach einiger Zeit nach unten, weil ich annahm, dass das Päckchen im Hausflur abgelegt worden war … aber nichts. Jedoch traf ich Barbara, die ein Paket erhalten hatte, gerade unten war und nicht in ihrer Wohnung über mir. Na gut, wie auch immer. Wir hielten einen kleinen Plausch, andere Nachbarinnen kamen hinzu 😊.

Mein Päckchen kam dann am Nachmittag.

In der Nacht stellte ich Barbara ein paar Süßigkeiten und eine Karte vor ihre Wohnungstür – sie hat heute Geburtstag. Gegen Abend kam sie zu einem Plausch und mit einem süßen Dankeschön zu mir.

Ich bin am Überlegen, ob ich in diesem Jahr vielleicht mal wieder Weihnachtsplätzchen backen werde; habe ich schon lange nicht mehr gemacht.

Wochenende, 25./26.07.2020

Nichts los bei mir; aber ich habe endlich mal wieder in mein Arabisch-Lehrbuch geschaut 😉.

Sultan meldete sich schon am Samstag bei mir und kam um 17 Uhr zum „Spanisch-Unterricht“, wobei wir aber mehr quatschten über seine Familie, über den Islam, und über vieles mehr. Judith brachte uns noch sogenannten Apfelstrudel und Eis. Vielleicht treffen wir uns mal, auch mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter, in einem nahegelegenen Park, obwohl ich das nicht für den geeignetsten Ort zum Lernen halte. Schaun wir mal.

Nachdem ich Samstagnacht bis 5 Uhr in der Frühe mich nicht von meinem Lesestoff trennen konnte, kroch ich dann erst kurz vor 10 Uhr aus meinem Bett. 😊

Ich hatte sowieso vor, mir zu Mittag etwas bei einem meiner Lieblings-Restaurants zu bestellen, also war Kochen kein Problem.

In der Nacht bzw. am Morgen hatte es geregnet, und auch im weiteren Verlauf des Sonntags blieb es fast immer trüb.

Sultan wollte sich schon heute mit Frau und Tochter mit mir im Park treffen, aber da fand ich eine Ausrede, denn wir wollen doch nicht übertreiben; ich will ihn und seine Familie ja nicht adoptieren 😉.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Meine neue Küchenmaschine lässt sich viel einfacher reinigen als die alte. Auch das ist sehr befriedigend. Heute wieder Gemüsesuppe. Und ich habe den großen Behälter mit Süßkartoffelsuppe, die ich für meine Geburtstagsfeiern zubereitet hatte, aus dem TK genommen. Judith hatte Recht: Ich kann sie ja im Haus verteilen 😉. Denn sie nimmt sehr viel Platz ein. Auch den „Exotischen Früchte-Mix“ habe ich aufgetaut, mit etwas braunem Zucker und Cognac verfeinert; die Ricotta-Creme, die ich eigentlich damals (in einem anderen, normalen Leben) dafür geplant hatte, verkneife ich mir.

Auch beim Lieferdienst getnow von Metro hatte ich heute Glück und habe eine Lieferung am kommenden Dienstag ergattert; hoffentlich klappt es besser als beim letzten Mal! Nur meinen 15-%-Gutschein konnte ich nicht einlösen, da war ich zu blöd zu, trotz mehrmaligem Hin- und Her-Schalten fand ich keine Möglichkeit dazu; und ein Anruf bei der Hotline kam nicht zustande.

Die beiden noch fehlenden Päckchen hat DHL heute gebracht.

Die jungen Leute, die meine alte Küchenmaschine geholt haben, meldeten sich; sie sind ganz begeistert, sie leistet ihnen wohl gute Dienste.

Mittwoch, 29. April 2020

Am Vormittag zur Kontrolle zur Augenärztin. Alles in Ordnung. Unterwegs zwei Käse-Schinken-Laugenzöpfe fürs Mittagessen mitgenommen. Judith war für mich ein paar Kleinigkeiten einkaufen: TK-Suppengemüse, Tomaten, Zwiebeln, Putensteaks; Judith brachte noch ein paar Möhren zusätzlich, von denen sie zu viele hatte. Davon werde ich mir Gemüsesuppe zubereiten, denn – ein paar Corona-Kilos müssen weg!

Dann zur Apotheke, Medis abholen, und ich kaufte mir 2 OP-Masken und 1 FFP2-Maske. Viele brauche ich ja nicht, denn ich gehe ja nur aus dem Haus, wenn ich zum Arzt muss (oder zum Friseur), nächste Woche beides.

Meine „Ober-Mieterin“ spielte Rapunzel … und ließ mir an einer Kordel eine Rose und ein paar Nelken herab 😉.

Wochenende, 04./05.04.2020

Am Samstag bekam ich mein neues Handy. Eigentlich gut, dass ich jetzt viel Zeit habe, mich damit zu beschäftigen. Erst das neue „große“ (Festnetz), jetzt das neue „kleine“. Mein Kopf raucht. Aber wenn das andere hinbekommen, dann ich doch sicher auch 😉. Doch die Zeit rennt, wenn man sich damit beschäftigt. Und dann habe ich auch noch die SIM-Karte des alten Handys irgendwie zerstört, Sch***. Nun muss ich alle Nummern händisch in die neue Karte eingeben und Alle davon unterrichten, dass ich erst mal zumindest vorübergehend eine andere Nummer habe. Oder ich behalte sie dann doch, denn sie ist auch gut zu merken.

Wie kommt eigentlich Judith auf die Idee, dass ich nun mit dem neuen Smartphone meine Prinzipien aufgeben und WhatsApp installieren könnte? Ich hänge doch mein Mäntelchen nicht nach dem Wind! – oder mache das vom jeweiligen Smartphone abhängig.

Eine junge Nachbarin hat sich über nebenan.de seit Freitag meine Nähmaschine ausgeliehen und näht nun auch Mundschutz; am Samstag schickte sie mir ein Foto ihres ersten Werkes. Ist gut geworden, größer als die meiner Nachbarin, deckt also mehr Gesicht ab.

Am Sonntag war Judith, da sie sowieso raus wollte, für mich beim Bankautomaten.

Das neue Smartphone kann natürlich viel mehr als mein Uralt-Gerät, aber gerade deshalb ist es gewöhnungsbedürftig. Manche Mobil-Nummern konnte ich recherchieren, die restlichen habe ich mir erbeten, und teilweise auch schon erhalten 😊.

Freitag, 27. März 2020

Nachtrag von gestern: Am Abend, gerade als um 20 Uhr die Nachrichten begonnen hatten, klingelte das Telefon, Christian war dran. Ich bat ihn, erst nach Ende der Nachrichten nochmal anzurufen, was er aber schon ein paar Minuten später wieder tat, und ich nicht dran ging. Dann später machte er sich auch noch lustig darüber, dass ich überhaupt Nachrichten schaue, und das brachte dann endgültig das Fass zum Überlaufen bei mir. Ich glaube, ich werde in nächster Zeit nichts mehr von ihm hören ☹.

Am Morgen bei einer der Bäckereien angerufen und Bauernbaguette und Apfelkreppel für morgen bestellt. Meine „Patin“ Maike wird sie abholen und zu mir bringen, das hatte ich schon gestern mit ihr vereinbart.

Eine Nachbarin näht Mundschutz und Judith wollte es ihr gleich tun; sie musste jedoch feststellen, dass sie kein Talent zu dieser Arbeit hat 😉.

Aber wieder ein wunderschöner Frühlingstag!

Und heute Abend noch eine Freude: Eine langjährige Freundin, die ich, obwohl sie gar nicht weit weg wohnt, schon lange nicht mehr gesehen habe, denn sie ist sehr beschäftigt mit zwei Kindern, davon eines von Geburt an behindert, rief an, und gratulierte mir nachträglich zum Geburtstag. Wir haben fast eine Stunde telefoniert, ihr Mann hielt ihr so lange den Rücken frei. Ich bedaure immer wieder, dass wir uns nicht mehr so oft sehen können wie früher. Aber das Leben macht einem da manchmal einen Strich durch die Rechnung.

Dienstag, 17. März 2020

So unterschiedlich reagieren „Freunde“: Während Samira, die in einem anderen Stadtteil wohnt, gleich anbot, für mich zum Einkaufen zu gehen, obwohl sie selbst, obwohl jung, wegen ihres Asthmas zu den Risiko-Menschen gehört, haben sich Christian und Monika, die ganz in der Nähe wohnen und gesund sind, in dieser Hinsicht gar nicht geäußert. Daran werde ich bei zukünftigen Essenseinladungen sicher denken.

Mittlerweile hat ein junger Mann, der im Erdgeschoss wohnt, einen Zettel an die Haustür gehängt, dass er gerne Einkäufe für die älteren Mitbewohner*innen erledigt. Es gibt nun, so habe ich den Eindruck, mehr Helfer, als ich Einkäufe zu erledigen hätte 😉. Judith geht immer noch raus, sie hat mir Nachschub an Chips mitgebracht.

Am Morgen beim Zahnarzt, dann beim Gemüsehändler, beim Bäcker. Friseur nächste Woche abgesagt; kein Geburtstag – kein Friseur.

Am Nachmittag mein „Esszimmer“ wieder abgeholt, und noch Orangen und Mango gekauft. Chris getroffen, und dann eine jüngere Nachbarin, die auch anbot, für mich zum Einkaufen zu gehen. Auch Sandra hat sich erboten. Ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft.

Donnerstag, 5. März 2020

Heute also endlich in die DeuNatBib 😉. 3 hohe Stapel Bücher lagen für mich bereit, teilweise waren sie wohl noch nie benutzt worden, denn die Markierungsbändchen waren noch eingelegt, aber ich fand nicht das, was ich suchte, und das ging recht flott. Kurz nach 10 Uhr war ich dort, und um 11 Uhr ging ich wieder. Also werde ich nun am Wochenende wieder in den Katalog schauen, und mir für nächste Woche andere Bücher bereitlegen lassen.

Auf dem Rückweg am Wochenmarkt meine Fahrt unterbrochen, und mir ein halbes Grillhähnchen mitgenommen. Den Rest davon, denn ich schaffe es nie, gegen Abend zu Takko gebracht, der das nun mit Genuss und in kleinen Dosen verzehren darf.

Dienstag, 28. Januar 2020

Schon früh am Morgen meldete sich W. mit der Nachricht, dass es heute Abend nichts wird mit dem Spinat-Essen. Er kommt von Berlin und muss morgen früh weiter nach Hannover. Schade, aber ich hatte mich schon mental auf diese Nachricht eingerichtet.

Am Morgen regnete es fast immer; aber am Nachmittag wurde es besser, und so ging ich nach meiner Siesta zu meinem Metzger und in die Apotheke. Unterwegs traf ich Alex, meinen früheren Mit-Hausbesitzer, den seine Pflegerin im Rollstuhl durch die Gegend schob. Manches weiß er noch nach seinem schlimmen Unfall, den er vor Jahren hatte, anderes … Er meinte heute, dass seine Frau ihm erzählt hätte, dass sie mich in Spanien am Meer getroffen habe; aber weder seine Frau noch ich waren in letzter Zeit dort. Im Prinzip hat er als wohlhabender Mann es ja gut. Er hat eine Wohnung im Erdgeschoss, zusammen mit seiner Pflegerin, auch seine Frau kümmert sich. Aber wie sähe es denn für Leute wie mich aus? Wir wären höchstwahrscheinlich auf ein Pflegeheim angewiesen, wo nur das Nötigste getan werden könnte (nicht aus Nachlässigkeit, sondern vor allem aus Zeitmangel), also würde man – so sage ich oft – dreimal am Tag gewendet, und sonst würde nichts passieren. Also bin ich froh, dass ich eine Patientenverfügung habe, in der bestimmt ist, dass bei mir vorher alle Maschinen abgestellt würden. Aber auch bei ihm wäre das sicher so, wenn sich nicht seine Frau um sein Wohlergehen sorgen würde. Wenn er alleinstehend wäre, ginge es ihm auch nicht so gut.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Also, ich wusste es ja! Die andere Katzenkümmerin aus dem Haus ist eine selten blöde Kuh!!! Normalerweise ist es so vereinbart, dass sie sich morgens um Takko kümmert, und ich mich abends (und so). Nun hatte ich sie gestern gebeten, heute doch auch die Abendfütterung zu übernehmen, da ich wieder Arabisch-Unterricht habe, und sie hatte zugesagt. Ich habe es gestern abend so gehandhabt, dass ich das Licht in der Wohnung bis gegen 22 Uhr angelassen hatte, dann ihn nochmal bespaßt hatte (er kam nochmal in meine Wohnung), und dann alles ausgeschaltet hatte. Heute morgen habe ich diese andere Nachbarin gebeten, das Licht anzulassen, und ich ginge dann nach meinem Unterricht nochmal zu Takko und würde dann alles ausschalten. „Aber Judith hat gesagt …“ Sie fühlt sich durch deren Zeitablauf so sehr gebunden … Ich dagegen sehe das lockerer – und Takko sicher auch 😊. Na gut, solche Korinthenkacker gibt es eben. Und als ich nach dem Arabisch-Unterricht bei ihm reinschaute, war alles dunkel. Aber Takko kam gleich in meine Wohnung. Und morgen ist ein neuer normaler Tag.

Den Arabisch-Unterricht am Abend fanden wir alle nach der großen Pause recht anstrengend. Nun steht bald der nächste Kurs an; aber nicht alle wollen weitermachen. Schaun wir mal! Ich würde gerne noch eine ganze Weile dabei bleiben, aber … Eventuell könnte ich ja auch bei Basel Einzelunterricht nehmen, wenn es nicht zu teuer wäre.