Weihnachten, 25./26. Dez. 2023

Es wird erzählt, dass im 1. Weltkrieg französische und deutsche Soldaten an Weihnachten, oder zumindest an Heiligabend das Schießen – und Töten – sein ließen und gemeinsam Weihnachtslieder sangen. Von solchen Dingen sind die Soldaten heutzutage weit entfernt! Was für einen Fortschritt hat die Menschheit doch gemacht!

Seltsam, dass fast alle Religionen (die jüdische meines Wissens nach nicht, denn die ist auf dem Alten Testament begründet) von Frieden und Vergebung bestimmt werden, und dennoch immer mehr Gewalt und Krieg herrschen. Irgendetwas stimmt da wohl nicht mit den Menschen!

Das war meine Weihnachtsansprache, und ich fürchte, dass ich sie genauso im nächsten Jahr auch hier halten werden kann.

Montag, 9. August 2021

Am Morgen ging es mir mit meinem Schwindel richtig mies. Ich versuchte es mit meinem Massagegerät. Schon seit der Nacht trug ich zur Sicherheit meinen Notfallknopf. Duschen abgesagt, Haarewaschen auch. ☹ Gegen Mittag ging es mir dann etwas besser. Zweite Runde Massage. Noch eine Stunde ins Bettchen. Gegessen habe ich den ganzen Tag nichts.

Ich sagte also unser Spanisch-Treff nicht ab. Werde wohl in Zukunft öfter mein Massage-Gerät verwenden.

Also, wenn ich sagen würde, es ginge mir hervorragend, dann hätte ich gelogen. Nach dem Spanisch-Treff, bei dem wir wieder nur diskutiert haben, z. B. über die Olympischen Spiele, Doping, Korruption, was ja alles nicht so weit auseinander liegt, wie auch das Verhalten von Herrn Bach zeigt, und wir wieder gar nicht zu unserer Buch-Übersetzung kamen, habe ich wieder mein Massage-Gerät benutzt.

Am Abend auf ARTE den Film über Thomas More (Morus) angeschaut; und ich muss sagen, dass im Prinzip seine Haltung auch die meine ist. Obwohl ich weder katholisch bin, noch jemals in solche Schwierigkeiten kommen werde, hoffe ich. Damals, als ich noch in der Musikschule Klarinette spielte, fanden unsere Konzerte immer im Gemeindesaal der Kirche Thomas Morus statt.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Was ich heute Vormittag bei der Übertragung des Canadier-Slaloms der Damen so ganz abgefahren fand, war die Aussage der Kommentatorin: „Diese Teilnehmerin ist eine Jüdin aus Australien“. Sie sagte doch auch nicht: „Das ist eine Katholikin aus xyz“ oder „Das ist eine Protestantin aus blablabla“ bzw. „Das ist eine Muslima aus …“. Oder was es da immer noch für Religionszugehörigkeiten gibt. Ich bin am Überlegen, ob ich dieserhalb nicht die ARD kontaktieren werde; denn für mich ist diese Aussage rassistisch.

Und dann setzte ich mich am Abend mit meinem Heimatsender, dem Hessischen Rundfunk in Verbindung. Man nannte mir eine Telefonnummer in München, und dort rief ich an. Ich erfuhr, dass diese Kommentatorin selbst Jüdin sei. Gut, das erklärt ihre Aussage, aber trotz allem ist sie nicht relevant gewesen, und vielleicht auch missverständlich, so wie mir.

Übrigens hat das mit dem Nicht-Absetzen des Marcumars einen logischen Grund: Bei „normalen“ Patienten, die keine Gerinnungshemmer nehmen, wird bei der Coronarangiographie ein Gerinnungshemmer gespritzt, um die Gefahr eines Blutgerinnsels durch die Katheteruntersuchung zu minimieren. Also nehme ich den Ärzten Arbeit ab, wenn ich sowieso ein solches Medikament einnehme, und deshalb muss ich es auch nicht absetzen.

Wochenende, 07./08.09.2019

Zum Glück musste ich bei dem regnerischen Wetter nicht raus. Am Samstag bereitete ich von der Rest-Sahne der Schoko-Mousse zwei Portionen Panna Cotta zu; geht recht einfach, und zermixte Erdbeeren hatte ich noch tiefgefroren.

Ansonsten kümmerte ich mich mal wieder um Arabisch, was auch nun tagelang liegen geblieben war.

Mein Parfum von www.frau-tonis-parfum.de ist schon angekommen; keine neue Sorte, sondern Nachschub, den ich bestellt hatte, da es zur Neige ging, dieses Mal eine größere Flasche, da die entschieden preiswerter ist. Die vorherige kleine Flasche hatte ich quasi zum Ausprobieren bestellt, aber ich bleibe wohl bei diesem Duft „Été éternelle“, blumig, und vor allem mit Orangenblüten, deren Duft ich so liebe.

Das muss ich aber jetzt doch noch einmal aufgreifen: die Religionszugehörigkeit von D.T., die ich ja letzthin schon einmal in einem Beitrag erwähnte – bzw. dass ich darüber nichts weiß. Das war auch ein Thema bei unseren Gesprächen am Mittwoch. Aber wir konnten im ganzen weltweiten Web darüber keine Angaben finden, solange und wo auch immer wir suchten. Offenbar ist er doch einfach nur Golfer 😉.

Am frühen Abend kam meine Nachbarin, um mir noch ein bisschen was an meiner Zahnprothese abzuschleifen; sie kann das, sie ist seit über 50 Jahren bei einem Zahnarzt beschäftigt. Und jetzt habe ich ein tolles Gefühl – hoffentlich bleibt es so.

Und es regnet … und regnet …

Zusammen sind wir stark?

Dies gilt wohl nicht mehr für Europa, und das betrübt mich, denn ich bin Europa-Fan; und wenn es mir gesundheitlich besser ginge, würde ich auch an den EU-Demos teilnehmen. In vielen Ländern gilt mittlerweile aber das Motto „Unser Land zuerst!“, nun auch in Italien. Ich kann ja einerseits nachvollziehen, dass sie sich in Italien (und Griechenland) ein bisschen im Stich gelassen fühlten, als die vielen Flüchtlinge dort ankamen. Aber wenn man damals vielleicht vernünftig und tolerant miteinander geredet hätte …? Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, und wie es aussieht, wird wohl dieser Fiesling Salvini nächster Regierungschef. Nachdem schon die Visegrad-Staaten sich weitgehend weigern, europäische Beschlüsse umzusetzen, reiht er sich in die Reihe der Europa-Verweigerer ein. Pfui!!!

Was ist los in der Welt, dass so viele diesem Fiesling D.T. nacheifern? „Ich“ zuerst, sonst zählt für viele nichts mehr. Dabei wollen sie doch alle Christen sein, und in der Bibel ist viel von Nächstenliebe und Toleranz geschrieben. Da fällt mir ein: Welcher Religion bzw. religiösen Richtung hängt wohl D.T. an? Andere Präsidenten wurden immer mal abgelichtet, wenn sie zum Gottesdienst gingen, von ihm hört man immer nur, dass er am Wochenende zum Golfen fährt bzw. fliegt.

Kulinarisches

Schon familiär bedingt, bin ich eine begeisterte und gute Köchin. Ich bin in der seit vielen Generationen in Familienbesitz befindlichen Gaststätte groß geworden, meine Mutter kochte gerne und gut. Mein Bruder beschloss im Alter von 10 Jahren, Koch zu werden und tat dies dann auch, wenn auch letztlich mit einem schlimmen Ende – aber das ist eine andere Geschichte.

Auslöser war meine Konfirmation gewesen. Zu diesem Anlass wurde ein Rind und ein Schwein geschlachtet und ein Profi-Koch engagiert. Auf so einem Fest für mich hatte mein Vater bestanden. Eigens dafür wurde ich im Alter von 12 Jahren getauft – und mein Bruder gleich mit. Anzahl der Gäste: so ca. 75. Die ganze Verwandtschaft wurde eingeladen. Das war 1959.

Als ich meinen Sohn 2000 nach einigen Jahren wiedersah, war seine erste Frage: “Kochst Du immer noch so gut und gerne?” Denn seine Frau hat davon keine Ahnung, und auch wohl kein Interesse, das zu ändern. Sehr, sehr schade, denn Kochen ist etwas Sinnliches (aber Sinnliches ist ihr wohl suspekt 😉 ).

Besonders gerne kochte ich natürlich für die Freunde, die Ahnung vom Kochen hatten, so für ein Ehepaar, wo er selbst Koch gewesen war. Denn deren Lob wog natürlich viel schwerer als das z. B. meiner Schwiegertochter ?. Aber mit zunehmendem Alter wurden erst mal auch die Freunde immer weniger, das ist manchmal der Lauf des Lebens. Und einige meiner Freunde wohnen so weit weg, dass sie nicht mal einfach zum Essen vorbeikommen können.

Seit 2007 lebe ich allein, nachdem mein Mann verstorben ist. Vieles ändert sich. Natürlich hat das auch Vorteile: Man kocht nur noch das, was man selbst mag bzw. auf das man gerade Lust hat. Aber …

Oft koche ich Eintöpfe, denn da kann ich eine größere Menge kochen und dann portionsweise einfrieren. Außerdem esse ich gerne Suppen und Eintöpfe.

Mittlerweile hat sich mein Freundeskreis wieder enorm vergrößert, oft habe ich Menschen der verschiedensten Ethnien und Religionen zu Gast. Das Leben macht mir Freude, nach wie vor möchte ich 100 werden.

Zu meinem Geburtstags-Abendessen Ende nächsten Monats ist mein Tisch wieder gefüllt, und hoffentlich wird es wieder so interessant wie beim letzten Abendessen, als ein Muslim, ein Jude, ein Christ und eine Ungläubige bis in den Morgen zusammensaßen.