Donnerstag, 23. April 2020

Am Morgen, kurz vor 9 Uhr, holte Judith meine OK-Prothese ab und brachte sie zu meinem Zahnarzt; anschließend ging sie zum Einkaufen für sich, mich, und eine weitere ältere Nachbarin. Ich blieb zuhause und wartete auf meine Lieferung von getnow und auf ein Paket für Judith bzw. Takko.

Getnow (Metro) teilte mir kurz vor Ablauf des Lieferfensters gegen 13 Uhr mit, dass die Dinge, die ich bestellt hatte, nicht lieferbar gewesen wären. Ich war natürlich stinksauer und schrieb ihnen das auch. Nun bekomme ich auf den nächsten Einkauf 15 % Ermäßigung, aber ich weiß nicht so recht.

Dagegen funktionierte mein Getränke-Einkauf umso besser. Am Nachmittag bestellt, kurz nach 18 Uhr geliefert.

Und auch mein Abendessen kam pünktlich. Ich hatte ja den ganzen Tag gehungert, mangels Beißerchen, also gönnte ich mir am Abend etwas.

Und ich gönnte mir noch etwas: einen Ninja foodi, also ein ganz tolles Koch-Gerät, das gleichzeitig Dampfdrucktopf, Heißluftfriteuse, und noch so anderes verschiedenes ist. Nicht gerade billig, aber ich gönne mir ja fast sonst nichts 😉.

Am Abend ein vorübergehendes Problem mit meinem neuen Smartphone: Es gab ein Update, und danach wollte es die SIM-Karten-PIN, und die fand ich nicht, und ich hatte sie mir auch nicht notiert, ich Dödel! Also rief ich gegen Mitternacht, nachdem ich trotz aller Sucherei nicht fündig geworden war, bei 1&1 an, und die nette Dame half mir weiter. Nun ist alles wieder in Ordnung, und die SIM-Karte hat eine neue PIN, die ich mir gut merken kann.

Dienstag, 21. April 2020

Meine frisch eingepflanzte Rose lässt ein bisschen die „Flügel“ hängen, aber ich denke (noch), dass das ganz normal ist und hoffe, dass sie sich bald erholt.

Das Wetter sub-optimal; es war zwar sonnig, aber es wehte ein kalter Wind.

Zahnarzt-Termin habe ich am Donnerstag; bei der Augenärztin habe ich auch heute niemanden erreicht.

Freitag, 17. April 2020

Seit gestern spüre ich wieder in meiner OK-Prothese einen kleinen Riss, und zwar an der gleichen Stelle wie vor 5 Wochen. Da sie aber nicht ganz gebrochen ist, eilt es nicht. Das habe ich auch der Zahnarztpraxis gesagt, mit der ich am Morgen telefonierte, und wir sind so verblieben, dass ich in der nächsten oder übernächten Woche mal morgens hingehe, die Prothese bringe und dann am Nachmittag wieder abhole.

Bei „stadtmobil“, dem Carsharing-Unternehmen, angerufen, und mich kundig gemacht, ob ich denn in diesen Zeiten einfach so, ohne Grund, mal mit dem Auto rausfahren darf, denn da war ich mir nicht sicher. Ja, ich darf, und das werde ich in der kommenden Woche auch mal tun. Damit ich mal etwas anderes sehe.

Dann beim Bäcker und Metzger ein paar Sachen bestellt, die mir Maike morgen abholen wird.

Am Nachmittag ein Telefongespräch mit einer Dame von der Humboldt-Universität in Berlin geführt; dort untersucht die Soziologische Fakultät die Auswirkungen der Corona-Isolation auf die betroffenen Menschen. Vielleicht gibt es noch eine Fortsetzung.

Meine Rose, die Lavendel-Stauden und die bestellten Erden sind am frühen Nachmittag geliefert worden. Ich habe die Pflanzen ausgepackt und in die Kübel auf dem Balkon gestellt, damit sie sich akklimatisieren 😉, morgen will ich sie einpflanzen.

Außerdem bekam ich meine neuen Sommerschuhe geliefert. Es war nötig, mir neue anzuschaffen, die alten haben mir schon viele Jahre gute Dienste geleistet, nun haben sie ausgedient. Und im kommenden Herbst gibt es neue Winterschuhe. Ihr merkt, dass ich kein Schuh-Fetischist (mehr) bin. Ich kaufe Schuhe, wenn es nötig ist, und nicht, um meine Schränke zu füllen 😊.

Dienstag, 17. März 2020

So unterschiedlich reagieren „Freunde“: Während Samira, die in einem anderen Stadtteil wohnt, gleich anbot, für mich zum Einkaufen zu gehen, obwohl sie selbst, obwohl jung, wegen ihres Asthmas zu den Risiko-Menschen gehört, haben sich Christian und Monika, die ganz in der Nähe wohnen und gesund sind, in dieser Hinsicht gar nicht geäußert. Daran werde ich bei zukünftigen Essenseinladungen sicher denken.

Mittlerweile hat ein junger Mann, der im Erdgeschoss wohnt, einen Zettel an die Haustür gehängt, dass er gerne Einkäufe für die älteren Mitbewohner*innen erledigt. Es gibt nun, so habe ich den Eindruck, mehr Helfer, als ich Einkäufe zu erledigen hätte 😉. Judith geht immer noch raus, sie hat mir Nachschub an Chips mitgebracht.

Am Morgen beim Zahnarzt, dann beim Gemüsehändler, beim Bäcker. Friseur nächste Woche abgesagt; kein Geburtstag – kein Friseur.

Am Nachmittag mein „Esszimmer“ wieder abgeholt, und noch Orangen und Mango gekauft. Chris getroffen, und dann eine jüngere Nachbarin, die auch anbot, für mich zum Einkaufen zu gehen. Auch Sandra hat sich erboten. Ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft.

Montag, 16. März 2020

Am Morgen sagte ich als erstes den Kontrolltermin beim Onkologen ab; 10 Minuten später bekam ich einen Anruf von meinem behandelnden Onkologen, der den Termin absagte 😊. Ich finde es toll, dass er sich selbst die Mühe macht, seinen Patient*innen abzusagen, und das nicht einer der Vorzimmer-Damen überlässt! „Alles richtig gemacht“, sagte er, als ich ihm erzählte, dass ich schon angerufen hatte.

Dann einen Termin beim Zahnarzt vereinbart, das musste sein, denn mit angebrochener OK-Prothese kann man schlecht essen, jedenfalls nichts festes. Da gehe ich morgen gleich um 9 Uhr hin, am Nachmittag bekomme ich dann wieder mein „Esszimmer“ zurück. Und auf dem Weg kann ich dann jeweils ein paar Kleinigkeiten einkaufen, z. B. mein Brot holen.

Auf nebenan.de haben sich Leute gemeldet, die Einkäufe machen, Kinder betreuen, usw., und es gibt für die verschiedenen Stadtteile telegram-Gruppen für Hilfsdienste, da habe ich mich auch angemeldet. Und Kontakt zu zwei jungen Leuten, die eine ganz in der Nähe, die Besorgungen für mich und die anderen älteren Leute in unserem Haus machen möchten. Die Hilfsbereitschaft ist enorm!

Wochenende, 14./15.09.2019

Am Samstagmorgen gegen 8 Uhr war ich schon bei Judith; sie hatte einen passenden Schraubendreher, und ich konnte die Batterien auswechseln. Nur funktioniert der TAN-Generator nun gar nicht mehr. Ich wollte vor allem die Rechnung meines Zahnarztes bezahlen; das Finanzamt hat noch Zeit bis Ende des Monats. Also werde ich am Montag von unterwegs meine Zahnarztpraxis anrufen und alles erklären. Meine Bank rufe ich dann an, wenn ich wieder zuhause bin, aber vielleicht brauche ich das gar nicht, denn ich habe am Sonntagabend nachgeschaut, ob meine Bank auch eine Filiale in München hat, und ja! – und ganz in der Nähe der Praxis, auf dem Weg zum Hotel kommen wir daran vorbei.

Anschließend dann mal wieder alle meine Brillen (7) im Ultraschallgerät gereinigt; ich will ja mit klarer Sicht nach München fahren 😉.

Am Vormittag rief meine Freundin Helga aus Kiel an und wünschte mir/uns viel Erfolg in München; ich versprach, sie nach meiner Rückkehr anzurufen und zu berichten. Ich war gerade mit arabischen Pluralen beschäftigt und sie meinte, dass meine Erzählungen über diese Sprache sie darin bestärken, auch in ihrem nächsten Leben auf keinen Fall Arabisch zu lernen 😉.

Am Nachmittag dann rief meine Nachbarin an und bat um eine Kopie der „Fahrkarte“, sie hätte gerne etwas greifbar in der Hand, sie wäre da altmodisch. Natürlich erfüllte ich ihr den Wunsch. Ich selbst „transportiere“ unsere „Fahrkarte“ auf der DB-App im Tablet. Da bekomme ich dann auch weitere Infos, wie Wagenreihung, Verspätungen usw.

Den Beitrag für Montagabend habe ich schon Samstagnacht auf WP geplant, das Thema hatte ich mir  schon lange notiert und für einen solchen Tag vorgesehen. Natürlich kann man auch mit dem Tablet bloggen, aber es ist einfacher so.

Auf jeden Fall hatten wir noch mal ein schönes sonniges Wochenende.

Montag, 09.09.2019

Am Vormittag bei Sanofi angerufen wegen der Lieferschwierigkeiten meines Medikamentes, Antwort: Lieferengpass, wäre aber – voraussichtlich – Ende der KW 39, also Ende des Monats wieder lieferbar. Ich werde mir dann Anfang Oktober gleich wieder ein Rezept ausstellen lassen und mir Vorrat anschaffen. Auch bei meiner Apotheke angerufen, wie lange mein Rezept noch gilt; ja, bis Ende des Monats schaffen wir das 😉.

Am Nachmittag war ich bei einer jungen Dame, die über nebenan.de um Hilfe bei der Erstellung eines Blogs bat. Sie geht in einigen Wochen zur Ranger-Ausbildung in ein Camp in Südafrika und möchte darüber ihre Freunde und Bekannten auf dem laufenden halten – soweit sie dort Strom und Internet-Anschluss hat. Ich hoffe, dass ich ihr helfen konnte; sie sagte, dass ich das hätte. Nur musste ich feststellen, dass bei WP die Gestaltungs-Möglichkeiten im kostenlosen Programm doch sehr eingeschränkt sind.

Auf dem Rückweg nahm ich mir dann im Fischgeschäft (es überkam mich so) ein Stück gebratenes Fischfilet mit für mein Abendessen.

Und dann verfolgte ich die Sitzung des britischen Unterhauses über den Brexit auf phoenix.

In meinem Briefkasten war die Rechnung meines Zahnarztes, und – welch erfreuliche Überraschung – statt der im Kostenvoranschlag ausgewiesenen 700 + Euro muss ich nur 500 + Euro zahlen.

Mittwoch/Donnerstag, 04./05.09.2019

Am Mittwochmorgen hatte ich beim Zahnarzt den Termin zum Abholen meines neuen Esszimmers 😉. Bis auf eine Kleinigkeit, die gleich geändert wurde, passt alles, erst mal.

Am Vorabend hatte ich schon alles Essen aus dem TK-Schrank geholt. In die Suppe kam noch etwas Waldpilzfond, die Soße der Rindsrouladen kochte ich nochmal auf und würzte nach bzw. verfeinerte. Es sollte ja alles gut werden.

Und ich sprach immer wieder vor mich hin, damit sich meine Zunge an die neuen Gegebenheiten in meinem Mund anpasste.

Zu Mittag aß ich nur ein belegtes Brötchen, denn zweimal warmes Essen am Tag, das muss bei mir auch nicht sein.

Es war dann ein sehr schöner, sehr langer Abend, aber ich wechselte doch beim Essen wieder meine Prothese und nahm die gewohnte alte ☹.

Am Donnerstagmorgen dann nach dem langen Abend doch ein kleines bisschen verkatert 😉. Ich rief beim Zahnarzt an und vereinbarte für den Nachmittag einen Termin wegen der Prothese. Wieder wurde ein bisschen was abgeschliffen, vor allem im Bereich des Ansatzes des Zungenbändchens.

Ich habe dann in dem gebuchten Hotel in München angerufen, ob wir unsere Koffer am Morgen auf dem Weg vom Bahnhof zum Arzt schon abstellen können; natürlich, aber es ist ja besser (und höflicher) erstmal zu fragen. Also ist das auch geklärt.

Zu essen gab es heute Reste; zu Mittag den Rest der Roulade, die ich nicht aufgegessen hatte gestern Abend, zu Abend noch einen Rest Suppe, der übriggeblieben war, mit ebensolchen Semmelnknödeln.

Mittwoch, 28.08.2019

Kurz vor 11 Uhr Termin beim Zahnarzt – letzte Anprobe der neuen Unterkieferprothese. Sie passt, sie sieht gut aus! Nun wird sie fertiggestellt, und am kommenden Mittwoch bekomme ich sie, pünktlich zum Abendessen mit meinem Freund. Passt!

Mit dem Zahnarzt über die arabische Sprache gesprochen, seine Assistentin bekam ganz lange Ohren. Ich soll einen neuen Satz lernen für ihn bis nächste Woche 😉. Was nehme ich? So etwas, wie „das Haus meines Zahnarztes befindet sich …straße 7“?

Beim Bäcker hatte ich am Morgen ca. anderthalb Stunden versucht, telefonisch eine Bestellung aufzugeben, aber niemand ging ans Telefon. Sie redeten sich heraus mit viel Betrieb im Laden. Aber so lange, ohne Unterbrechung? Und warum gibt es keinen AB?

Mittwoch, 21.08.2019

Also heute wieder zum Zahnarzt, eine „Anprobe“ und noch einen Abdruck. Nächster Termin in einer Woche.

Und viel Gebabbel. Es ist im Iran so, dass normalerweise ALLE Kinder ursprünglich iranischer Staatsbürger automatisch die iranische Staatsbürgerschaft bekommen. NUR wenn iranische Frauen z. B. einen deutschen, französischen oder wie auch immer Mann heiraten, dann ist das nicht so, dann – ich will es mal so ausdrücken – fallen diese Kinder durch’s Raster.

Jetzt noch ein Gedanke, der mir kam: Was passiert hierzulande (oder in allen Ländern fernab von Indien, Persien usw.) mit verstorbenen Parsen? Normalerweise werden deren Leichen in den sogenannten „Türmen des Schweigens“ oder „Türmen der Stille“ von Geiern gefressen. Aber in hiesigen Ländern gibt es so etwas ja nicht. Da muss ich mich mal kundig machen. Bis jetzt konnte ich da wenig finden; nur, dass Freddie Mercury z. B. nach einer entsprechenden zoroastrischen Trauerfeier eingeäschert wurde. Ob das aber bei allen Leuten dieses Glaubens so gehandhabt wird? … Denn normalerweise ist es so, dass den Parsen auch das Feuer heilig ist und nicht durch Leichen verunreinigt werden darf oder soll oder wie auch immer. Leider trifft man so selten einen Parsen, die sind nicht so dick gesät.

Ich sehe schon, dass ich doch mal meinen Zahnarzt zu einem Essen mit Freunden einladen muss 😊.