Weihnachten 2021

Meine Booster-Impfung hat mir gar keine Beschwerden verursacht, nur der Arm ist an der Einstichstelle ein bisschen gerötet; das ist alles. Also auf zur nächsten Impfung! 😉

Ich hatte also mal wieder ein ruhiges Weihnachtsfest. Nachmittags oder am frühen Abend nahm ich meinen Läppi mit ins Wohnzimmer und legte Musik auf. Heiligabend die arabischen bzw. ägyptischen Songs von Dalida, am ersten Feiertag die 4. und 5. Symphonie von G. Mahler, am zweiten dann nochmal die 5.

Und was wäre Weihnachten ohne „Ist das Leben nicht schön“ 😀  

Ganz ätzend fand ich teilweise das TV-Programm an Heiligabend. Ich bin ja kein religiöser Mensch, aber muss man an diesem Abend „Rambo“ bringen?! Das ist doch etwas übertrieben!

Aber da fällt mir mal wieder mein Vater ein, der als Sozialdemokrat an einem milden Heiligabend alle Fenster öffnete – und den „Badenweiler Marsch“, wie er meinte, den Lieblingsmarsch des GröFaz durch unser kleines Dorf schallen ließ. Die Reaktion meiner Mutter war die übliche: „Herbert, was sagen die Leute?!“ Aber das war Herbert wie immer schnurzpiepegal. 😀

Lt. Wikipedia war das der Auftrittsmarsch von A.H., also hatte mein Vater wohl recht. Aber was hatte meine Mutter, die Nazisse, dagegen? Sie hätte sich doch freuen müssen! 😀

In der Hessischen Verfassung ist geschrieben, dass die öffentliche Aufführung dieses Marsches verboten ist. Ich habe ihn mir Spaßes halber angehört – auf Wikipedia, von einer US-amerikanischen Kapelle gespielt. 😉

Frohe Weihnachten !

Liebe Freunde, Leser und Vorbeiflieger (so sagte früher eine langjährige Blog-Freundin aus Berlin, mit der ich auch mal ein köstliches Eis in den Potsdamer Arkaden aß 😀 ),

ich hoffe, ihr habt euch an Heiligabend vom Weihnachtsmann oder Christkind reich bescheren lassen, und feiert nun ein besinnliches Weihnachtsfest; trotz aller Corona-Malaisen.

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Ich erhielt gestern eine Karte mit lieben Weihnachtswünschen von meiner langjährigen Blog-Freundin Caro. Ganz herzlichen Dank dafür; ich werde Dir noch schreiben! Leider habe ich sie (noch) nicht persönlich kennenlernen dürfen. Das lenkte meine Gedanken auf eine andere liebe Blog-Freundin, Helga aus Wien. Ab und zu sahen wir uns hier in F, am Flughafen oder Hauptbahnhof, wenn sie mal wieder auf großer Reise war und hier umsteigen musste.

Einmal war ich bei ihr in Wien, so 7 – 10 Tage. Wien gefiel mir sehr gut, da würde ich nochmal hinreisen. Und auch bei dem engen Zusammenleben in ihrer kleinen Wohnung vertrugen wir uns gut, was ja nicht immer selbstverständlich ist. Und sie lobte mich sehr, weil ich doch sehr selbständig war, und nicht erwartete, dass sie mich bei meinen Ausflügen immer am Händchen nahm. Aber am Abend hatte sie dann oft eine Spezialität für mich gekocht – wenn wir denn nicht mit ihrer Schwester, ihrem Ex u. a. in eine Kneipe gingen.

Leider wurde sie dann krank und verstarb viel zu früh, genau wie mein letzter Mann, schon mit 73 Jahren. Und dabei hatte sie sich so auf ihre neue Enkeltochter gefreut; aber sie erlebte sie zumindest noch.

Einmal war sie auch ein paar Tage hier bei mir, und sie hatte vor, wiederzukommen. Aber dann wollte sie nicht in meinem Bett schlafen, sondern auf dem großen Luftmatratzen-Gästebett. 😀

Ich denke noch oft an sie. Vielleicht öfter als die Leute, die damals nach ihrem Tod einen Helga-Gedächtnis-Blog gründeten. Ich war da nie dabei, denn ich wusste, dass Helga das nicht gefallen hätte, und ich tat diese meine Meinung auch kund.

Mittwoch, 16. Juni 2021

Am Morgen erreichte ich auch telefonisch jemanden in Kiel und bestätigte nochmal die Termine auf diesem Weg.

Ansonsten war hier bei mir nichts los. Da kann ich euch die Geschichte vom Endspiel der Fußball-EM 2008 erzählen:

Ich verbrachte ein paar Tage in Lübeck. Im Hotel gab es in jedem Zimmer kleine Fernseher. Ein großer stand im Frühstücksraum, der auch eben Fernsehzimmer und einziges Raucher-Zimmer war. Das kam mir sehr gelegen, denn damals rauchte ich noch.

Das Endspiel lautete: Spanien ./. Deutschland. Schon damals war ich Fan der Spanier. Gerne hätte ich mir das Spiel im Kreise von Spanien-Fans angeschaut, aber das einzige spanische Restaurant in Lübeck hatte geschlossen; Fußball-Ferien? Keine Ahnung. Also musste ich mir das Spiel im Hotel anschauen – im Kreise von Deutschland-Fans, die auch als Nichtraucher den großen Fernseher genießen wollten. Zudem wollten sie mir das Rauchen verbieten (im Raucher-Zimmer!).

Als sie dann feststellen mussten, dass ich Spanien-Fan war, war natürlich die K. am D. 😀

Und dass diese Spanier dann auch noch gewannen, das setzte dem ganzen die Krone auf. Ich glaube, sie hätten mich am liebsten erschlagen.

Aber so vergesse ich diesen Abend nie mehr.

Montag, 3. August 2020

Nachdem ich gestern schon an die Süddeutsche Zeitung geschrieben hatte, schrieb ich heute auch an das Auswärtige Amt wegen der Frage, die mich seit einiger Zeit bewegt:

Was würde passieren, wenn D.T. die kommenden Wahlen verlöre, aber dann sagen würde: „Alles Fake-News“, „Alles Wahlfälschung“, die Wahl nicht anerkennen würde und sich weigerte, seinen Posten als Präsident und somit das Weiße Haus zu verlassen? Zutrauen würde ich ihm das. Und dann?

Jetzt bin ich auf die Antworten gespannt.

Helga

Ich kenne bzw. kannte einige Helgas: Die langjährige Freundin in Wien, die ich über das nicht mehr existierende blog.de kennengelernt hatte, mit der ich mich immer mal auf ihrer Durchreise am Flughafen oder Bahnhof traf, wenn sie da umsteigen musste, die ich mal 10 Tage in ihrer kleinen Wohnung in Wien besuchte, und die mich hier in F auch einmal für ein paar Tage besuchte und davon sprach, dass wir das wiederholen müssten. Da ich der Meinung bin, dass man Bilder von Verstorbenen posten darf, hier zwei Fotos von ihr; das eine ist vom Flughafen, wo wir gegenseitig unsere Füße fotografierten 😉, das andere machte ich bei meinem Italiener von ihr (und sie eines von mir), wo sie gerne saß. Ich denke oft an sie.

Dann die Helga in Kiel, die mittlerweile 85 Jahre alt ist, die ich vor einigen Jahren auch einmal für eine Woche besuchte, die ich über die Kammermusikkurse der MAS kennengelernt hatte, von der ich kein Foto zeige, und die Helga aus Hamburg, die auch nicht mehr unter uns weilt, und von der ich hier erzählen möchte, von der ich aber, glaube ich jedenfalls, kein Foto habe.

Mein letzter Ehemann war mit dem Mann dieser Helga befreundet gewesen; er starb an Krebs, und mein Mann begleitete Helga durch diese schwere Zeit. So lernten wir uns kennen und freundeten uns an.

Helga, die wohl alleine nicht so gut zurechtkam, anders kann ich es mir nicht erklären, lernte dann einen rechten Stinkstiefel kennen, der ein Reihenhaus in HH-Neugraben sein Eigen nannte. Geheiratet hatten sie nie, warum auch?! Wir besuchten sie einmal dort.

Dann begleitete mich Helga durch die kurze Krebserkrankung meines Mannes. Sie gab mir Halt, ich konnte mich immer an sie wenden, sie hatte das gleiche ja schon mitgemacht.

Sie und ihr Neuer machten gerne Urlaub in Meck-Pomm an der Müritz. Und er kam dann auf die Idee, sein Haus in HH zu verkaufen und in eine Mietwohnung in Waren a. d. Müritz zu ziehen. Ich hielt das für einen kompletten Blödsinn, denn er war auch nicht mehr gesund, musste oft zum Arzt oder in ein Krankenhaus, und diese Einrichtungen sind in Großstädten eher vorhanden als in Kleinstädten.

Dann entdeckte man bei Helga am Hals eine Geschwulst, die sich als Metastasen einer Krebserkrankung herausstellten. Mein damaliger Hausarzt tippte gleich auf ein Lungen-Ca. Um das zu verifizieren, musste sie nach Rostock zu einer speziellen MRT-Untersuchung, da man diesen sehr kleinzelligen, dafür umso aggressiveren Krebs nur so lokalisieren konnte.

Aber ihr erzählte man nichts von der tatsächlichen Gefährlichkeit ihrer Erkrankung, sondern man machte erst mal eine Chemo-Therapie, und noch eine, … und fast zu ihrem Ende hin legte man ihr noch operativ eine Magensonde zur künstlichen Ernährung, aber immer noch sagte man ihr nicht die Wahrheit, wohl aber ihrem Lebensgefährten, diesem …

Dann, ich war gerade von einem Klarinettenkurs zurückgekommen, telefonierte ich mit ihr, und sie bat mich, zu ihr zu kommen. Und noch in der gleichen Nacht fuhr ich mit dem Zug über Berlin nach Waren, wo ich am nächsten Morgen ankam.

Ich besuchte sie, und fand sie mit Infusionen im ehemaligen Wohnzimmer, ohne richtiges Bett, auf der Couch nächtigend, es war einfach schrecklich anzusehen. Und sie wusste immer noch nicht, wie es um sie stand. Das änderte sich, denn die sie umgebenden Arschlöcher (Partner, Nachbarn, die mich sehr abwehrend behandelten) hatten wohl Angst, dass ich ihr die Wahrheit über ihre Erkrankung sagen würde. Jedenfalls erzählte sie mir einen Tag später, dass ihr Partner sie nun „aufgeklärt“ hatte mit den Worten „Wir haben ja nie gedacht, dass Du einmal vor mir sterben würdest“.

Was mir auch aufgefallen war, als ich dort war: Irgendwelche Behandlungen wurden wohl zwischen dem Pflegepersonal und ihrem Partner ausgekungelt, sie war da gar nicht involviert. Ich hätte da gerne meinen Mund ganz weit aufgemacht, aber hielt ihn dann doch, um das alles nicht eskalieren zu lassen.

Als ich dann wieder zuhause war und dort anrief, verweigerte mir dieser Herr ein Gespräch mit Helga, dann erzählte er mir, sie wäre wieder im Krankenhaus, aber das Krankenhaus wusste von nichts. Und irgendwann erzählte die frühere Fußpflegerin von Helga in HH einer anderen gemeinsamen Bekannten, mit der ich auch in Kontakt stand, dass Helga verstorben wäre. Uns Freundinnen von ihr hatte der A… gar nicht benachrichtigt. Bis heute wünsche ich diesen Angehörigen, Nachbarn, Ärzten und Pflegern, die ihre Situation schamlos ausgenützt haben, ohne sich an ethische und rechtliche Grundsätze zu halten, alles nur erdenklich Schlechte. Ich nehme an, dass auch ihr Partner mittlerweile nicht mehr unter den Lebenden weilt; hoffentlich ist er mühevoll und schreiend vor Schmerzen gestorben, und keiner hatte sich um ihn gekümmert.

Ich sollte mal nachforschen, wo sie beigesetzt ist … irgendwann nach Corona.

Liebe Helgas, R.I.P., ich denke an Euch.

Donnerstag, 26.12.2019

Früher, in meiner Kindheit, verliefen der Heilige Abend und Weihnachten viel, viel bescheidener als heutzutage. Normalerweise ernährten wir uns weitgehend autark, denn ich wuchs auf dem Land auf, seit Generationen wurde Landwirtschaft und Weinbau betrieben, es wurden Schweine gemästet – und geschlachtet, zu ganz besonderen Ereignissen, wie meiner Konfirmation, auch mal ein Rind; die wurden aber normalerweise als Zugtiere verwendet, lieferten Milch, die an die Molkerei geliefert wurde, von der wir dann Butter erhielten. Zeitweise hatten wir Ziegen, deren Nachwuchs im Frühjahr bewundert, mit uns Kindern fotografiert … und dann geschlachtet und gegessen wurde.

Heiligabend abends war unsere Gaststätte ausnahmsweise geschlossen, aber schon am 1. Weihnachtsfeiertag war sie wieder geöffnet.

Für das Abendessen an Heiligabend wurde ausnahmsweise in der nahegelegenen Kleinstadt in einem „Delikatessengeschäft“ eingekauft, und zwar reichlich Fleischsalat und für jeden eine Scheibe gekochten Schinken, Dinge, die heute selbstverständlich sind, über die sich die meisten keine Gedanken machen. Ich normalerweise auch nicht – außer an Heiligabend.

Natürlich gab es Geschenke: Die Puppe bekam ein neues Kleid, und meist gab es ein neues Kartenspiel, mit dem sich die ganze Familie den Abend über vergnügte. Mein Vater bekam u. a. ein kleines Stück Räucheraal, heute würde man sagen, es war „für einen hohlen Zahn“, das er dann noch mit mir teilte, denn fast alles, was meinem Vater schmeckte, das schmeckte auch mir 😉.

Es war nicht so, dass wir arm waren, im Verhältnis zu Tagelöhner-Familien z. B. ging es uns auch damals schon sehr gut, aber die Konsum-Gesellschaft war noch nicht erfunden worden. Und vielleicht wäre es besser gewesen, sie wäre das auch nie.

Religiöses

Ich selbst gehöre keiner Religion an. Aber ich habe Respekt vor allen, und vor allem habe ich Achtung vor den Menschen, die einer Religion angehören, an was auch immer sie glauben. Und entsprechend verhalte ich mich auch, zuhause und besonders auf Reisen ins Ausland.

Ich habe mich beim Besuch eines Nonnen-Klosters in Spanien schon vor dem Altar bekreuzigt und geknickst, aus Achtung vor der älteren Nonne, die uns durch die zugänglichen Räumlichkeiten ihres Klosters führte; die jüngeren Nonnen, die da im Patio Blumen gossen, wurden in die Klausur geschickt.

Selbstverständlich habe ich, wenn der Besuch einer Moschee ansteht, ein Umschlagtuch dabei, mit dem ich meinen Kopf bedecke, trage – wie schon bei anderen Touristinnen erlebt – sowieso keine Hotpants oder/und Trägerhemdchen, und ziehe freiwillig meine Schuhe aus.

Auch in Hindu- und Jain-Tempeln zieht man die Schuhe aus, deshalb wurde auch in den Empfehlungen des Reiseveranstalters die Mitnahme von Wollsocken empfohlen, denn Marmor- und andere Steinböden sind kalt. Außerdem verbeuge ich mich vor den dargestellten Gottheiten, das gebietet mir meine Achtung vor den Gläubigen.

Es schadet mir ja auch nicht, wenn ich das tue. Und auf keinen Fall möchte ich mich wie eine  trampelige und ignorante Touristin verhalten. Aber anderen scheint das nicht wichtig zu sein, leider.

So las ich vor vielen Jahren am Eingang der Kathedrale von Sevilla auf einem Hinweisschild in verschiedenen Sprachen, dass das Betreten der Kathedrale in Badekleidung nicht erwünscht sei. Und von Sevilla ist das Meer noch ein ganzes Ende (ich schätze, so 100 – 150 km) entfernt. Wer geht denn halbnackt in den Kölner Dom!?

Reisen

Da am Wochenende bei mir so gar nichts Berichtenswertes sich ereignete, greife ich hier ein Thema auf, das ich mir notiert hatte, um es für solche Tage zu verwenden.

Früher bin ich viel gereist, mit meinem zweiten Mann seit Ende der sechziger Jahre immer mal. Kurzreisen nach Paris, ein bisschen länger nach England, denn dort hatten wir Freunde, bei denen wir meist wohnen konnten, einmal hatten wir auch Bekannte mitgenommen, was ein ziemliches Desaster war (aber das könnte mal eine andere Geschichte werden), in den Sommerferien nach Südfrankreich, immer mit Zwischenstopp in Beaune/Burgund, wo wir mal einen Wochenendtrip hin gemacht hatten, und wo wir immer wieder gerne aßen 😉, 1983 in die USA, wo ich dann 1987 noch mal alleine war und dort auch im Jugendamt Dallas als Volunteer arbeitete.

1991 war ich ein Vierteljahr in Thailand.

Dann mit meinem dritten Mann nochmal nach East-Anglia, das aber damals schon sehr teuer geworden war, auch mit unerwarteten Wendungen, wieder mal Burgund, aber ein anderer Teil, die Loire-Schlösser, dann unsere langjährigen Spanienreisen, meist 5 – 6 Wochen lang. Alles mit dem Pkw, da mein Mann nicht fliegen wollte.

Dann nach seinem Tod machte ich die große Reise nach Rajasthan, sehr interessant, aber auch irgendwie verstörend, aber das könnt Ihr in meiner Website http://www.70plus-na-und.de ausführlich lesen, wenn es Euch denn interessiert.

Aber nie fuhren wir in diktatorisch regierte Länder, nie in Länder, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. So verzichtete ich auch 2009 oder 2010 auf eine Reise nach China … und ließ mir lieber eine neue Klarinette bauen 😊.

Und in dieser Beziehung ist die Welt für mich kleiner geworden. Viele, früher doch wenigstens einigermaßen rechtstaatliche Länder haben sich gewandelt: Ungarn, Polen, die Türkei beispielsweise sind entschieden nach rechts gerückt.

Was mich aber vor allem stört, sind die entsetzlichen Touristenströme, die überall auftreten. Und damit gehen natürlich auch Reglementierungen einher, die es früher nicht gab. Konnten mein zweiter Mann und ich seinerzeit, so ca. 1970/71, in Cambridge noch frei überall herumlaufen, auch einfach so in die verschiedenen Colleges, bis in die Versammlungs- und Essenssäle, war das dann 1997, als ich meinem dritten Mann Cambridge zeigen wollte, schon gar nicht mehr möglich: die Colleges waren geschlossen, ein paar konnte man gegen Bezahlung besichtigen, und man musste auch auf ausgewiesenen Touristenpfaden bleiben. Auch die Kirche des King’s College, wo wir in den 70er Jahren noch das gerade damals von einem Säure-Attentat geschädigte Gemälde von Rubens „Anbetung der Könige“ anschauen konnten, war nicht mehr zugänglich, die ganze Flussseite der Colleges war mit einem Zaun abgesperrt.

Ich habe noch Dias vom Nasriden-Palast der Alhambra in Granada, wo fast kein Mensch darauf zu sehen ist. Auch das wird sicher mittlerweile der Vergangenheit angehören und nicht mehr möglich sein (wenn man denn nicht Sonderrechte hat und außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten Zutritt hat).

2013 war ich in Istanbul, das war meine letzte Auslandsreise. Dort wäre ich gerne nochmal hingefahren, aber nach der politischen Entwicklung dort verkneife ich mir das lieber.

Und wenn ich Bilder sehe von Karawanen von Menschen, die auf den Himalaya steigen, oder auf Dromedaren durch eine chinesische Wüste reiten,  oder diese Riesen-Kreuzfahrtschiffe, die mit einem Schiff, wie ich es mir vorstelle, keine Ähnlichkeit mehr haben, dann vergeht mir die Lust auf Reisen endgültig.

Vielleicht nochmal Frankreich oder Irland, wir werden sehen. Am besten Frankreich abseits der großen Touristenströme, das müsste es dort noch geben, hoffe ich jedenfalls.