Wochenende, 17./18.11.2018

Wieder ein ruhiges Wochenende. Ein bisschen Hausarbeit, dafür viel Zeit verbracht mit dem Suchen der Sonderzeichen für die Transkription des Arabischen. Das ist recht zeitaufwändig, aber nötig, denn die verschiedenen A’s und K’s und S’s und D’s, und vor allem natürlich das „ghayn“, das gesprochen ein „rayn“ ist (ein G gibt es nicht im Arabischen), wollen in der Transkription erkenntlich sein. Mohammed hat mir dafür zwar eine Liste geschickt, aber die Sonderbuchstaben müssen aus diversen Listen herausgesucht und festgehalten werden. Aber es ist geschafft, war ja auch nur eine einmalige Angelegenheit – bis zum nächsten Laptop 😉. Aber da ist ja noch ein bisschen hin. Wegen des „Bänkchens“ für das „Hemm-se“, das in meinem Arabisch-Alphabet nicht vorhanden ist, muss ich unseren Lehrer fragen.

Samstag gegen 23.30 Uhr hörte ich ein Auto kommen, und da drin hörte jemand sehr laut Musik. Er fuhr nicht wieder weg, sondern parkte an unserem Platz. Nach einer Stunde tat ich etwas, das ich noch nie getan hatte: Ich rief bei der Polizei an. Natürlich dauerte es dann noch eine ganze Weile (die Polizei hat ja noch mehr zu tun), aber irgendwann war dann Ruhe, so ca. 2 Stunden später.

Am Sonntagmorgen Freunde hier ganz in der Nähe angerufen, damit wir uns endlich mal wieder treffen. Termin: nächster Sonntag zum Brunch gegen 10 Uhr.

Ich lach mich schief: Die FDP hat einen Physiker, der schon 112 Jahre tot ist, zu einer Veranstaltung im Bundestag eingeladen 😊.

Gastronomen-Ball annodunnemals

Es fiel mir eine lustige Geschichte ein, die meinem Vater widerfuhr, und über die immer mal wieder, noch viele Jahre lang, gelacht wurde.

Der Hotel- und Gaststättenverein in Bad Kreuznach, veranstaltete (vielleicht veranstaltet er den heute noch) jedes Jahr an Aschermittwoch einen Gastronomen-Ball, damit sich die Bewirter auch mal amüsieren konnten.

Und obwohl mein Vater ein fanatischer Nichttänzer war, gingen meine Eltern jedes Jahr dort hin.

Diese Begebenheit ereignete sich wahrscheinlich in den 50er Jahren:

Am Nebentisch saß ein älterer Herr mit einer sehr jungen Dame. Und die beiden tanzten nie. Was meinem Vater und seinen Freunden natürlich auffiel. Und sie lästerten darüber, aber keiner traute sich, die junge Dame zum Tanzen aufzufordern.

Bis mein Vater sich erbarmte, zum Nebentisch ging, höflich den älteren Herrn fragte, ob er denn mit seiner Tochter tanzen dürfe. Und zur Antwort bekam: „Nein, danke, meine Frau tanzt nicht.“

Damit hatte nun damals niemand gerechnet. Und mein Vater zog sprachlos wieder von dannen ;-).

Heute ist es ja gang und gäbe, dass sich ältere Herren ein junges Mädchen zur Frau nehmen, das ihre Enkelin sein könnte, aber damals …!!!

Zitat zum Wochenende

„Wie weit die Sterne weg sind, wie lang her Dein erster Kuss, und ach! wie alt mein Herz.“

William Butler Yeats, * 13.06.1865 in Sandymount, County Dublin, † 28.01.1939 in Menton, Frankreich, begraben in Drumcliff, County Sligo, war ein irischer Dichter. Er gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jh., 1923 erhielt er als erster Ire den Literaturnobelpreis.

Freitag, 16.11.2018

Wieder früh, gegen 7 Uhr, wach geworden, aufgestanden. Am Mittwochabend, beim Skat spielen bemerkte ich übrigens plötzlich, dass ich – ich tat es ganz unbewusst – meine Karten in der linken Hand halten konnte, ohne großartig zu zittern. Ob das C. wirkt? Ich habe auch begonnen, meine linke Hand und die Finger zu trainieren, denn wegen des Zitterns hatte ich sie ja lange „geschont“.

Meine Nachbarin/Freundin Judith brachte mir die Butter mit, die ich gestern vergessen hatte einzukaufen, so brauchte ich nicht raus.

Am Abend schaute ich ab 19:15 Uhr Dokus auf phoenix, erst über Bhutan, in dem das Glück der Bürger ein Grundrecht ist. Die Geschichte der Juden danach habe ich zwar angefangen, aber dann ausgeschaltet, da diese Doku nicht meinem Interesse entsprach. Ich schaute mir dann noch den Film „Wunder“ auf Amazon Prime an, der mir recht gut gefiel.

Donnerstag, 15.11.2018

Sehr trübe sah es am Morgen draußen aus. Aber da wetter.de sagte, dass es nicht regnen soll, ging ich trotzdem los zu einem kleinen Einkauf. Und es war auch so, und ich bin trockenen Fußes wieder nach Hause gekommen. Natürlich habe ich wieder mehr gekauft als geplant, aber dafür Dinge, die ich notiert hatte, nicht gekauft. Vor allem habe ich wieder eine ganze Menge Obst gekauft: Ananas, Mango, Orange, Äpfel, da freue ich mich schon drauf!

Es ist wieder die Zeit der vorweihnachtlichen Bettelbriefe der verschiedensten Organisationen, die glauben, mit einem Notizblock, einem Kuli oder ein paar Weihnachtskarten Geld locker machen zu können bei den Leuten, und bei einigen funktioniert es sogar, wie mir die Briefträgerin aus ihrer Familie erzählte. Ich denke immer, dass es doch viel einfacher wäre, das Geld, das diese NGOs dafür ausgeben, gleich ihrem eigentlichen Verwendungszweck zukommen zu lassen, sei dieser nun tierischer oder menschlicher Natur.

Am Nachmittag mich wieder um die arabischen Vokabeln gekümmert. Ich weiß nur nicht, wie Mohammed am Samstag das machte, die Schriftzeichen breiter auseinander zu schieben. Ich habe diverse Tasten versucht, aber ich schaffe es nicht. Muss ich ihn fragen.

Michelle hat mir immer noch nicht ihre E-Mail-Adresse geschickt, seltsam, wobei mir einfällt, dass wie im Spanischen im Arabischen auch das Wort für Fremder und seltsam/merkwürdig das gleiche ist. Gestern habe ich der Sprechstundenhilfe meiner Hausärztin mit spanischen Wurzeln erzählt, dass ich, wenn ich an den Arabisch-Unterricht denke und an irgendwelche Fragen, die ich an den Lehrer habe, immer in Spanisch denke; auch das ist seltsam.

Auch seltsam ist, dass plötzlich die e-mail-Adresse meiner Freundin Gisela, der ich schon seit Jahr und Tag die Spanisch-Hausaufgaben schicke, falsch wiedergegeben wird. Ich musste sie manuell ändern.

Etwas länger mit Mohammed telefoniert, da ich zwei Fragen zu der arabischen Schrift auf dem PC hatte. Er musste mir da auf die Sprünge helfen. Natürlich haben wir wieder so ziemlich eine halbe Stunde gebabbelt; man kommt eben vom Hölzchen aufs Stöckchen.

Mittwoch, 14.11.2018

Ich war schon früh wach, schon gegen 06:30 Uhr, dabei sollte mein Wecker mich erst um 7 Uhr wecken, aber was soll’s, ich bin aufgestanden. Richtig dicker Nebel war draußen. Eigentlich mag ich Nebel – aber nicht, wenn ich Autofahren muss. Und heute musste ich zu meiner Hausärztin zum Blutabnehmen. Aber es war gar nicht so schlimm unterwegs.

Beim Wachwerden fiel mir ein, dass ich den OP-Termin um einen Tag verschieben lassen muss, denn meine Nachbarin, die sich um mich kümmern soll nach der OP, arbeitet ja mittwochs. Also muss ich nun in den sauren Apfel beißen und am 11.12. den Arabisch-Unterricht schwänzen 😊, denn hier in Frankfurt in der Praxis werden nur am Dienstag und Mittwoch OPs durchgeführt.

Schon während meinem Frühstücks-Tee habe ich angefangen, meine Vokabelliste zu vervollständigen. Ist eine aufwändige Arbeit. Am Nachmittag bin ich ein ganzes Stück weitergekommen, habe auch den Cloud-Link schon an meine Mitschülerin Bianca geschickt, und mit Michelle telefoniert, dass sie mir ihre Mail-Adresse schickt. Ich muss jetzt nur noch (soweit bekannt) die arabischen Wörter einfügen, bisher habe ich nur die Transkriptionen soweit bekannt eingefügt.

Und dann am Abend zum Skat spielen. Wir waren dieses Mal alle fast gleichmäßig schlecht. Aber es war trotzdem ein unterhaltsamer Abend.

Dienstag, 13.11.2018

Das war aber auch Zeit: Amnesty International entzieht Suu Kyi den Ehrentitel „Botschafterin des Gewissens“ und Kanada ihr die Ehrenbürgerschaft. Sie verhält sich m. E. genauso wie die Regierung Israels: Von Verfolgten zu Verfolgern. Mich störte die Beweihräucherung dieser Dame schon lange, schon seit sie lieber sich im Glanz der eigenen Verfolgung sonnte, anstatt sich zu ihrem todkranken Mann zu begeben, der sie immer unterstützt hatte.

Alles wie immer: Über in Kalifornien verbrannte Häuser von Promis, wie Herrn Gottschalk, wird berichtet, und er wird sehr bedauert. Ich gehe aber mal davon aus, dass er sicher gut versichert war. Über die vielen, vielen Häuser unbekannter und ärmerer Menschen sagt die Presse nichts.

Am Morgen zuerst zur Augenärztin zur Kontrolle. Alles in Ordnung. Dann zum Chirurgen. Am 12.12. komme ich unters Messer. 😉 Meine „Beule“ an der rechten Kopfseite wird entfernt. Das heißt, dass ich wieder zu Bauchspritzen greifen muss, Sch***. Die werde ich mir morgen von meiner Hausärztin verschreiben lassen.

Am Abend zum Arabisch-Unterricht. Michelle hatte sich am Nachmittag bei mir gemeldet, um mitzuteilen, dass sie nach ihrer Nasen-OP noch nicht wieder fit genug ist, um zu kommen. Ich werde ihr dann berichten, was los war.

Bianca setzte sich zu mir, und sie möchte auch meine Aufzeichnungen. Sie gab mir auch ihre Mail-Adresse, damit ich sie über die Cloud für sie freigeben kann.

Zuhause habe ich dann noch Bauer-sucht-Frau von
gestern in der Mediathek angesehen.

Montag, 12.11.2018

So! Am Morgen habe ich erstmals, wie gewohnt, im Arbeitszimmer mit dem Neuen gearbeitet statt wie die letzten Tage im Wohnzimmer, und ich habe gleich Scanner und Drucker installiert, ebenso die Wunderlist, und die GfK angerufen, damit sie mir neue Links zum Installieren von ScanEasy und Internet-Monitor zusenden. ScanEasy funktionierte, der andere nicht. Da muss ich nochmal anrufen, aber heute ist das wohl schwierig, so wie man montags meist Hotlines nur mit sehr viel Glück erwischt. Scanner funktioniert, Drucker nicht. Da muss ich mir noch etwas überlegen.

Und vor allem brauche ich ein zweites Stromkabel für meinen Läppi; aber zuerst warte ich auf eine Rückmeldung von notebooksbilliger.de, denn das Gerät hat entgegen der Beschreibung doch keinen LAN-Anschluss; da hätte ich gerne einen Preisnachlass – oder eben die kostenfreie Lieferung eines zweiten Stromkabels. Schauen wir mal, wie die sich äußern.

Am späten Nachmittag dann Spanisch-Konversation. Auch nach vielen Jahren noch sind wir nicht perfekt in der Grammatik. Aber ob alle Spanier das sind, ist die andere Frage. 😉 Gisela erzählte, dass mal wieder die U-Bahnen nicht regulär fahren, wegen irgendwelcher Bauarbeiten. Also habe ich dann nachgeschaut, ob ich morgen zu meinen Arzt-Terminen komme. Ja!, das funktioniert zum Glück.

Sonntag, 11.11.2018

Natürlich war ich heute Morgen ein bisschen verkatert. Aber trotzdem habe ich vom alten Laptop die Daten auf die externe Festplatte gesichert und auf den neuen überspielt. Nun bleibt mir nur noch, den Scanner und den Drucker in Gang zu bringen. Ach ja, die Videos habe ich vergessen und die Mahler-Sinfonien (die CDs habe ich Freunden dauerverliehen). Wäre mal an der Zeit, sie zu brennen.

Am Nachmittag dann hat mir Mohammed die Tastaturbelegung Arabisch gemailt, so kann ich mein kleines Wörterbuch komplett erstellen, muss nicht mehr die arabischen Wörter mit Hand eintragen, obwohl das ja eine gute Schreibübung war. Übrigens meinte M., ich würde tiefstapeln, wenn ich behaupte, dass meine arabische Schrift nicht schön wäre. Aber ich stelle wohl hohe Ansprüche an mich.

Aber mit Arabisch befasse ich mich wieder morgen; heute war Spanisch dran, denn morgen am frühen Abend treffen wir uns wieder zur Spanischkonversation.

Samstag, 10.11.2018

Spät aufgestanden, ich war wohl etwas verkatert ;-). Ein bisschen PC gespiel; es wird Zeit, dass ich alles installiere, damit ich an alle meine Dateien komme. Aber nicht mehr heute.

Gemüsesuppe zubereitet mit Spätzle und Markklößchen von meinem Metzger. Und danach eine ganz kurze Siesta, denn mir ging Diverses im Kopf herum bezüglich meines neuen Laptops. Deshalb stand ich auf und installierte ein paar Programme; die für Scanner und Drucker habe ich mir für morgen aufgehoben, denn dazu muss ich in der Nähe dieser Geräte sein und sie anschließen können, und das Avery-Etiketten-Druckprogramm gibt es in der früheren Form nicht mehr, schade. Aber zumindest funktioniert das Programm für DVDs.

Mohammed muss sich heute Abend mit Weißbrot und Oliven zufriedengeben. Aber er kommt ja nicht zum Essen, sondern zum Quatschen  hat – er wenigstens gesagt.

Es war ein richtig schöner Abend! Wir haben uns über „Gott und die Welt“ und Allah und Jehova usw. unterhalten.

Kennt Ihr die Reklame von Coca-Cola ohne Zucker mit dem alten Mann, der sich fragt, was er alles noch nicht gemacht hat? Ich glaube, so einer war das, der in Bremen „geflitzt“ ist ;-).