Dienstag, 29. Dezember 2020

Manche Erlebnisse vergisst man nicht, so wie dieses:

Es war Anfang der 1990er Jahre. Ich stand in der kleinen Post-Filiale meines damaligen Wohnortes, vor mir ein gutgekleideter Herr. Als er an der Reihe war, bat er um Briefmarken für 20 DM. Der Postbeamte fragte nach, welche er denn haben wolle, 10er, 20er …? Darauf sagte der Herr: „Ach, geben sie sie mir doch ein bisschen gemischt.“ So, wie man beim Metzger Wurst, gemischt, kauft u. U., oder gemischte Bonbons. Ich hätte mich wegwerfen können. Jedenfalls steht eines fest: Sehr oft hatte dieser Herr noch nicht Briefmarken gekauft. Ob sie ein Geschenk sein sollten 😉? Jedenfalls bekam er vom Beamten seine gemischten Briefmarken. Er war zufrieden – und ich kann euch diese Geschichte weitergeben.

Montag, 19. Oktober 2020

Am Morgen um 9 Uhr zum Zahnarzt, anschließend zu Rewe zum Geflügelladen und dm, und noch zur Post, das Päckchen für meine Kieler Freundin auf den Weg bringen. Meine Zähne konnte ich dann kurz vor 17 Uhr wieder abholen.

Also fuhr ich kurz vor 16 Uhr erst mal zu meinem Hausarzt, Versichertenkarte einlesen und Rezepte abholen, die ich mir am WE bestellt hatte, dann zur Apotheke und wieder zum Zahnarzt, wo die Damen schon am Fenster auf mich warteten.

Mein Rücken ist … reden wir nicht drüber. Da die Fahrt nach München im Augenblick keine Option ist, und meine Nachbarin eine hiesige neurochirurgische Praxis so sehr empfiehlt, bin ich am Überlegen, ob ich dort mal vorstellig werde. Meine Einstellung zu Neurochirurgen ist eine gespaltene, seit mir so ca. 1998 der Chefarzt der Neurochirurgie in Fulda erklärte, dass meine Beschwerden daher rühren würde, dass ich rotblond sei. Jeder Arzt, dem ich das erzähle, schüttelt nur den Kopf. Aber da ich nun wieder auch mit dem Rollator nicht mehr so flott unterwegs sein kann und mich wegen Rückenschmerzen setzen muss, sollte ich mich mal kümmern.

Wenigstens das Wetter war gut; am Morgen zwar noch trüb oder Hochnebel, das kann man nicht so genau unterscheiden 😉, am Nachmittag dann doch sonnig. So könnte es bleiben.

Montag, 13. Juli 2020

Am Morgen zum kleinen Einkauf; erstmal zur Post, das Kleid vom DW-Shop wieder zurückschicken, kleiner Plausch mit der Postbeamtin. Dann zu DM, und abschließend zu meinem türkischen Obst- und Gemüsehändler; kleiner Plausch mit einem Mitarbeiter, der nachfragen musste, als ich „Scheftale“ = Pfirsiche orderte. Er erzählte mir, dass er in Berlin aufgewachsen sei, besser Deutsch als Türkisch könne; und dann kommt da eine alte Dame und bestellt Pfirsiche auf Türkisch 😉. Diese Situation kommt öfter vor, wie ich auch schon berichtet habe.

Mittwoch, 27.03.2019

Mich bezw. meine Hortensie auf dem Balkon besuchte heute immer wieder eine „Schlips-Meise“ und fand da wohl irgendetwas an oder auf den frisch gesprossenen Blättern.

Ein Stück weiter im Hinterhofgarten steht eine Birke, die gerade blüht; die Blüten des Kanadischen Silberahorns sind schon verblüht, sie sind aber auch die ersten, die sich sehen lassen. Und die Eichhörnchen lieben sie!

Außer, dass ich kurz auf dem Postamt nebenan war, um einen Brief wegzubringen, passierte bei mir nichts Nennenswertes tagsüber. Dass ich dann auf dem Rückweg vergessen hatte, wie eigentlich beabsichtigt, meine Zweit-Laute aus dem Kellerraum mit hochzunehmen, ist bedauerlich; aber ich wollte mein Fahrstuhl-Glück nicht strapazieren.

Am Abend dann zum Skat. Es war vor allem sehr vergnüglich; wir waren nur zu dritt und hatten viel Spaß, und das ist ja das Wichtigste.

Eigentlich … hatte ich ja vor, meine Zweit-Laute aus dem Keller zu holen, aber da mal wieder der Fahrstuhl nicht funktionierte, ließ ich das lieber sein und stieg ohne zusätzliches Gewicht in den 4. Stock ?.

Donnerstag, 14.02.2019

Heute ein ruhiger Tag, am Morgen wieder Arabisch, am Nachmittag zu meinem Metzger, ein Brot gekauft bei einem Bäcker, über die Texte von Karten gelacht, die vor einem Geschäft in einem Verkaufsständer plaziert waren (die Ladenbesitzerin kam raus und hat mitgelacht),   am Abend Biathlon geschaut aus den USA.

Gestern kam ein Brief von der Post an „Herrn G. B., …“; seltsam, dachte ich. Heute Vormittag öffnete ich ihn. Da wird gefragt, ob ich den Einschreibebrief aus Madrid mit Samen bekommen hätte, denn der wäre bei der Post als „nicht zugestellt“ registriert. Und – heute Vormittag kam ein neuer Einschreibebrief mit Samen, den ich annahm. Nach längerem Überlegen fiel mir ein, dass der erste Brief einfach so in meinem Briefkasten gelandet war, der Zusteller also zu faul war, ihn mir persönlich zu geben und mich unterschreiben zu lassen, und so dieser Brief – eigentlich – nicht zugestellt wurde. Nun habe ich vielleicht auch noch für nächstes Jahr Samen, aber da muss ich mich kundig machen, wie lange solche Samen halten. Am besten rufe ich mal im Grow-Shop an, die müssten das ja wissen, oder der Chef meiner Nachbarin, der schon länger mit so etwas hantiert. ?