Montag, 04.03.2019

Das Wetter war gar nicht „rosenmontäglich“. Auch wenn ich kein Fastnachtsnarr mehr bin, bedaure ich das, da sich die professionellen Narren doch viel Arbeit mit den Zügen gemacht haben, die nun dem Wetter teilweise zum Opfer fielen.

Bei mir waren am Nachmittag die Spanisch-Freunde; Mohammad, der sich für den Abend angesagt hatte, rief vorher noch an, um zu fragen, wann er denn kommen dürfe, und da er auch Spanisch spricht, lud ich ihn ein, daran teilzunehmen; und das tat er auch – und stapelte im Vorfeld etwas tief. Er spricht sehr gut Spanisch.

Und nachdem meine Spanisch-Freunde uns verlassen hatten, unterhielten wir uns -auch- über meinen Arabisch-Unterricht, der mir dann nicht mehr so überragend vorkam. 

Fortschritt ?

Der Gedanke für diesen Beitrag kam mir diesen Morgen beim Aufwachen.

Worin besteht also der viel gepriesene Fortschritt?

Vor allem NICHT in der Entwicklung der menschlichen Rasse, nur in dem Vorhandensein mehr technischer Hilfsmittel. Nach wie vor treiben Machtgier, Herrschsucht, Liebe, Hass und Neid die meisten Menschen um, so wie zu allen Zeiten seit den Ur-Anfängen der menschlichen Rasse; und die, die anders sind, Besseres wollen, werden meist nicht gehört, verlieren gegen die Korruptheit der Mächtigen.

Mussten seinerzeit sich Menschen noch Auge in Auge gegenüberstehen, wenn sie sich töten wollten, weil irgendein Herrscher oder Demagoge das so wollte, so kann heutzutage dieser Herrscher, Demagoge, ganz einfach ganz alleine mit einem Knopfdruck mehr Kräfte freisetzen, als sein Verstand begreifen kann, um ganze Völkerscharen auszurotten. Skrupel hatte so ein Individuum damals nicht, denn für ihn waren Menschen, besser gesagt „Untertanen“, nur dazu da, seinen Zwecken zu dienen. Ist das heutzutage anders, besser geworden? Ich denke, mitnichten.

Wir können schneller miteinander kommunizieren, aber tun wir das auch? Ich kann mich persönlich noch an Zeiten ohne Internet, ohne E-Mails erinnern, als ich mit meiner spanischen Freundin handgeschriebene Briefe tauschte; und wir kommunizierten öfter und intensiver miteinander als heutzutage mit den viel schnelleren E-Mails. Aber nur deshalb, weil die Kommunikation schneller erfolgen kann, heißt das nicht, dass wir alle uns auch besser und schneller verstehen, denn dazu gehört mehr als nur eine schnelle Verbindung.

Schnelle und preisgünstige Verbindungen haben wir auch, was unsere Fortbewegung betrifft (wenn man da mal die Deutsche Bahn außen vor lässt ? ). Aber das beinhaltet leider, dass auch Menschen reisen können, die das eigentlich von ihrem Intellekt her gar nicht tun sollten. In andere, vor allem ferne Länder zu reisen, sollte einen „Führerschein“ über Sitten und Gebräuche und das Benehmen in diesen Ländern erfordern. Ich kann mich da an einige Begebenheiten während meiner Reisen erinnern …

Wir haben Strom, um unser Dasein zu erhellen, um Maschinen anzutreiben, aber den Geist vieler zu erhellen, dazu ist er leider nicht imstande.

Ich wünsche all meinen Lesern eine gute Zeit.