Montag, 18.02.2019

Gestern in den Nachrichten, bei einem Bericht über die Münchner Sicherheitskonferenz, fiel mir auf, dass der iranische Außenminister Sarif ein sehr gutes, gepflegtes Englisch spricht, jedenfalls wesentlich kultivierter als der geborene Proletarier D.T., der er ist und bleibt, ob mit oder ohne Milliarden.

Dazu das Neueste aus dem Hause Trump: Auto-Importe sind eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA. Geht’s noch, D.T.? Ich habe vor längerem hier schon einmal gesagt: Soll er doch die US-amerikanische Autoindustrie dazu anhalten, bessere Autos zu bauen, dann will auch niemand mehr die aus dem Ausland – und schon wäre sein „weltpolitisches“ Problem gelöst. Wobei – das größte BMW-Werk steht in den USA; müssen die nun Strafzölle zahlen?

Heute zum Fädenziehen zum Chirurgen, zu einer für mich recht blöden Zeit: kurz nach 12 Uhr. Eine junge Frau zog mir problemlos die Fäden, dann kam der Chirurg und brachte eine nicht so gute Nachricht: Es ist ein Basaliom, ein Krebstumor der leichteren Art, der keine Metastasen bildet. Trotzdem muss nochmal operiert werden; zur Sicherheit möchte der Chirurg die OP-Stelle noch weiträumiger ausschneiden. Termin: 09.04. Also wieder Marcumar absetzen und Bauchspritzen verwenden.

Am späten Nachmittag wieder Spanisch-Konversation.

Führerschein-Umtausch

In der veröffentlichten Liste falle ich unten durch … oder so, die beginnt mit den Jahrgängen 1953 bis 1958, ich bin aber 1945 geboren, und bei der „Staffelung für die Kartenführerscheine“ tauche ich auch nicht auf, denn ich habe noch einen „grauen Lappen“. Und nun? Behalte ich meinen Alten? Ich glaube jedoch nicht, dass ich „bis zum bitteren Ende“, also 2033, Autofahren werde, da wäre ich fast 90. So vernünftig werde ich sein, meinen Lappen abzugeben oder sperren zu lassen oder einfach nicht mehr zu fahren, wenn ich merken würde, dass mein Fahren unsicher werden würde.

Kulinarisches

Schon familiär bedingt, bin ich eine begeisterte und gute Köchin. Ich bin in der seit vielen Generationen in Familienbesitz befindlichen Gaststätte groß geworden, meine Mutter kochte gerne und gut. Mein Bruder beschloss im Alter von 10 Jahren, Koch zu werden und tat dies dann auch, wenn auch letztlich mit einem schlimmen Ende – aber das ist eine andere Geschichte.

Auslöser war meine Konfirmation gewesen. Zu diesem Anlass wurde ein Rind und ein Schwein geschlachtet und ein Profi-Koch engagiert. Auf so einem Fest für mich hatte mein Vater bestanden. Eigens dafür wurde ich im Alter von 12 Jahren getauft – und mein Bruder gleich mit. Anzahl der Gäste: so ca. 75. Die ganze Verwandtschaft wurde eingeladen. Das war 1959.

Als ich meinen Sohn 2000 nach einigen Jahren wiedersah, war seine erste Frage: “Kochst Du immer noch so gut und gerne?” Denn seine Frau hat davon keine Ahnung, und auch wohl kein Interesse, das zu ändern. Sehr, sehr schade, denn Kochen ist etwas Sinnliches (aber Sinnliches ist ihr wohl suspekt 😉 ).

Besonders gerne kochte ich natürlich für die Freunde, die Ahnung vom Kochen hatten, so für ein Ehepaar, wo er selbst Koch gewesen war. Denn deren Lob wog natürlich viel schwerer als das z. B. meiner Schwiegertochter ?. Aber mit zunehmendem Alter wurden erst mal auch die Freunde immer weniger, das ist manchmal der Lauf des Lebens. Und einige meiner Freunde wohnen so weit weg, dass sie nicht mal einfach zum Essen vorbeikommen können.

Seit 2007 lebe ich allein, nachdem mein Mann verstorben ist. Vieles ändert sich. Natürlich hat das auch Vorteile: Man kocht nur noch das, was man selbst mag bzw. auf das man gerade Lust hat. Aber …

Oft koche ich Eintöpfe, denn da kann ich eine größere Menge kochen und dann portionsweise einfrieren. Außerdem esse ich gerne Suppen und Eintöpfe.

Mittlerweile hat sich mein Freundeskreis wieder enorm vergrößert, oft habe ich Menschen der verschiedensten Ethnien und Religionen zu Gast. Das Leben macht mir Freude, nach wie vor möchte ich 100 werden.

Zu meinem Geburtstags-Abendessen Ende nächsten Monats ist mein Tisch wieder gefüllt, und hoffentlich wird es wieder so interessant wie beim letzten Abendessen, als ein Muslim, ein Jude, ein Christ und eine Ungläubige bis in den Morgen zusammensaßen.

Freitag, 15.02.2019

Da mein Metzger gestern Tafelspitz im Angebot hatte, habe ich mir davon mitgenommen, um mal wieder eine schöne Rindfleischsuppe zu kochen, und deshalb und sowieso bin ich heute Vormittag wieder zu Rewe. Unterwegs einen Schwatz mit den Obdachlosen aus HH gehalten; sie haben jetzt bei einem Herrn im Rollstuhl ein privates Quartier, also müssen sie wenigstens nachts nicht frieren.

Zu Mittag gab es Nudeln, Tomatensoße und Fisch.

Um 14 Uhr hatte ich wieder einen Termin, heute bei der Podologin; und auf dem Rückweg holte ich mir für das Abendessen zwei Kümmelstangen, Brötchen sind dann demnächst wieder dran.

Das Wetter ist herrlich, als ich nach Hause kam, öffnete ich die Balkontür und ein Wohnzimmer-Fenster und drehte die Heizung ab. Ganz herrlich! So könnte es bleiben … und dann langsam besser werden. ? Gegen 17 Uhr machte ich dann wieder alles dicht – und eine halbe Stunde später die Balkontür wieder auf, denn die untergehende Sonne „malte“ die Hochhäuser mauve-farben, und das musste ich fotografieren. Die Bilder gibt es dann morgen oder übermorgen hier zu sehen.

Am Abend wieder Biathlon aus den USA, TV und Videos.

Donnerstag, 14.02.2019

Heute ein ruhiger Tag, am Morgen wieder Arabisch, am Nachmittag zu meinem Metzger, ein Brot gekauft bei einem Bäcker, über die Texte von Karten gelacht, die vor einem Geschäft in einem Verkaufsständer plaziert waren (die Ladenbesitzerin kam raus und hat mitgelacht),   am Abend Biathlon geschaut aus den USA.

Gestern kam ein Brief von der Post an „Herrn G. B., …“; seltsam, dachte ich. Heute Vormittag öffnete ich ihn. Da wird gefragt, ob ich den Einschreibebrief aus Madrid mit Samen bekommen hätte, denn der wäre bei der Post als „nicht zugestellt“ registriert. Und – heute Vormittag kam ein neuer Einschreibebrief mit Samen, den ich annahm. Nach längerem Überlegen fiel mir ein, dass der erste Brief einfach so in meinem Briefkasten gelandet war, der Zusteller also zu faul war, ihn mir persönlich zu geben und mich unterschreiben zu lassen, und so dieser Brief – eigentlich – nicht zugestellt wurde. Nun habe ich vielleicht auch noch für nächstes Jahr Samen, aber da muss ich mich kundig machen, wie lange solche Samen halten. Am besten rufe ich mal im Grow-Shop an, die müssten das ja wissen, oder der Chef meiner Nachbarin, der schon länger mit so etwas hantiert. ?

Mittwoch, 13.02.2019

Es ist doch schon was, dass ich Schreib-/Druckfehler in meinem Arabisch-Lehrbuch entdecken kann! Das macht mich richtig stolz!

Um 12 Uhr hatte ich einen Termin beim Chirurgen; 6 Stiche sind da in meiner Kopfhaut, gut verheilt, am Montag werden die Fäden gezogen. Und vor allem darf ich meine Haare waschen! Das habe ich am Nachmittag getan. Welche Wohltat! Natürlich musste ich noch ein bisschen vorsichtig sein und durfte nicht kräftig reiben, aber …

Mohammed rief an, und wir quatschten fast eine Stunde. Er will mal wieder bei mir Skat spielen, oder sich auch einfach so mit mir treffen. Schaun wir mal, was W. dazu sagt; dem hatte ich am Vormittag eine Mail geschickt.

Am Abend wieder zum Skat; W. kam auch, hatte er mir gemailt ?, d.h. wir trafen uns schon unterwegs, waren als erste in der Kneipe und gingen auch zuerst, was wohl sicher wieder zu Gerede Anlass gegeben hat.

Gelesen und schallend gelacht: „Gott dementiert Todesmeldung“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Dienstag, 12.02.2019

Gestern Abend hatte ich meiner Perle noch eine SMS geschickt, damit sie ihre/meine Wohnungsschlüssel einsteckt, da ich heute am Morgen gegen 10 Uhr weg musste zur Augenärztin zur Kontrolle – alles in Ordnung. Diese Woche ist Ärzte-Woche ?.

Ich hatte sogar bei unseren Verkehrsbetrieben geschaut, ob sich evtl. eine Wochenkarte für diese Woche lohnt … aber nein, dafür müsste ich 4 – 5 mal fahren, und ich schaffe es nur auf dreimal.

Meine Perle rief kurz nach 10 Uhr von ihrem Arzt aus an, dass sie wegen eines schmerzenden Fußes nicht kommen könne. Ich war gerade in der U-Bahn; nach dem Mittagessen rief ich sie zurück und nun kommt sie am Samstag.

Heute gab es Kohlensäure-Patronen bei dm; ich erstand auch gleich Baby-Shampoo, zu dem mir meine Augenärztin geraten hatte ?.

Und dann saß ich mal wieder an der Planung meines diesjährigen Geburtstagsmenüs. Die Hauptspeise war schon lange klar: Lammkeule mit Tomaten-Kichererbsen. Dieser Tage fand ich in den Rewe-Rezepten ein tolles Dessert: Honig-Rosmarin-Parfait mit Mango; da könnte man auch einen „exotischen“ Obstsalat zu machen mit Mango, Ananas, Orangen, und solchen Sachen. Und nun bin ich auch den Vorspeisen etwas näher gekommen; zur Auswahl oder Kombi stehen nun eine klassische Vichyssoise, Burgunder Petersilienschinken kam mir in den Sinn, und Lachstatar mit Zitronencreme liest sich auch nicht übel. Ist doch mal ein Anfang. Vieles davon kann man vorbereiten, da hat man dann nicht so viel Stress am Geburtstagstag. Und Hilfe habe ich ja sicher auch ?.

Montag, 11.02.2019

Am Morgen zwei Arabisch-Lektionen eingescannt und vergrößert, meine Mitschülerin, die Zugang zu der Cloud hat, benachrichtigt, auch gefragt, ob sie das Bildwörterbuch, das ich gekauft habe, das aber für den Unterricht von arabisch-sprechenden Leuten ist, die die deutsche Sprache lernen, gebrauchen kann, denn sie gibt solchen Unterricht. Es hat nur 5 Euronen gekostet, und da will ich erst mal rumfragen, ob das jemand gebrauchen kann, ehe ich es zurückschicke.

Am Nachmittag dann zur Post, die falsch gelieferte Bluse zu ubup zurückgeschickt, dann zu dm. Am wichtigsten wäre eine neue Kohlensäure-Patrone für den Wassersprudler gewesen, aber die waren alle alle. Dafür habe ich aus Versehen Weichspüler, den ich nie benutze, gekauft statt Wäscheparfum; nun muss ich schauen, wem ich den andrehe geben kann.

Heute ist wohl nicht mein Tag. Aber solange nichts Schlimmeres passiert, ist es zu ertragen. ?